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EA startet angeblich Versuch der feindlichen Übernahme von Take-Two

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Nach der Ablehnung des Take-Two-Vorstands will sich der Spiele-Publisher Electronic Arts (EA) mit seinem Übernahmeangebot nun direkt an die Anteilseigner des Wunschkandidaten wenden. EA bietet den Aktionären 26 US-Dollar pro Anteilsschein, also genau so viel wie im Februar, berichtet das Wall Street Journal. Dieses Angebot im Gesamtwert von 2 Milliarden US-Dollar, das zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung um 50 Prozent über dem Börsenkurs lag, hatte der Vorstand als zu gering eingeschätzt. Außerdem komme die Offerte zum falschen Zeitpunkt. Das EA-Angebot läuft mit dem 11. April aus; einen Tag zuvor findet die jährliche Hauptversammlung von Take-Two statt.

Außer EA sollen auch noch zwei weitere, nicht benannte Unternehmen an Take-Two interessiert sein. Damit die Take-Two-Mitarbeiter in der momentan ungewissen Situation nicht allzu sehr abglenkt werden, wurde ihnen inzwischen eine Abfindung für den Fall garantiert, dass sie nach einem Wechsel der Firmenkontrolle ihren Job verlieren. Take-Two hatte zwar zuletzt einen schrumpfenden Umsatz und einen größeren Verlust vermeldet, rechnet aber wegen der jetzt schon großen Nachfrage nach dem Spiel Grand Theft Auto IV mit einem überdurchschnittlichen zweiten Quartal. (anw)