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EADS erwirtschaftet Milliardengewinn

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Insgesamt 483 Flugzeuge, darunter 12 Maschinen vom Typ A380, übergab Airbus im vergangenen Jahr an Kunden.

(Bild: pmz)

Der größte europäische Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS (European Aeronautic Defence and Space Company) hat im Geschäftsjahr 2008 einen Nettogewinn von 1,572 Milliarden Euro (1,95 Euro je Aktie) erwirtschaftet. An die Aktionäre wird eine Dividende von 20 Cent je Anteilsschein ausgeschüttet. Den Umsatz konnte der Konzern im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 43,265 Milliarden Euro steigern. Besonders stark legte die Satelliten- und Raumfahrttochter Astrium zu, die mit 4,289 Milliarden Euro (plus 21 Prozent) zum Gesamtumsatz beitrug. Umsatzbringer Nummer 1 bleibt aber weiterhin Airbus, das im Jahr 2008 für 63,5 Prozent der Konzernerlöse verantwortlich zeichnete. Gegenüber dem Vorjahr kletterten die Airbus-Erlöse um 9 Prozent auf 27,453 Milliarden Euro. Airbus übergab Unternehmensangaben zufolge im vergangenen Jahr 483 Flugzeuge an Kunden, darunter 12 Maschinen vom Typ A380.

Der Umsatz im Geschäftsbereich "Verteidigung und Sicherheit" stieg um 5 Prozent auf 5,668 Milliarden Euro, was früheren Angaben zufolge unter anderem gestiegenen Beiträgen von Defence Electronics (DE) und vermehrten Dienstleistungen für luftgestützte Verteidigungssysteme zu verdanken ist. DE produziert Sensor- und Avioniksysteme sowie elektronische Kampfführungssysteme für Flugzeuge, Schiffe und Landfahrzeuge. Mit Hubschraubern (Geschäftsbereich Eurocopter) setzte EADS 4,486 Milliarden Euro um, eine Steigerung um 8 Prozent. Insgesamt wurden 588 Hubschrauber an Kunden übergeben – ein neuer Rekordwert. Sorgenkind bleibt unterdessen der Militärtransporter A400M, für den allein im vergangenen Jahr 704 Millionen Euro an Belastungen verbucht wurden.

Der Erstkunde OCCAR hat nach den zahlreichen Verspätungen ab 1. April nun das Recht, den gesamten A400M-Auftrag zu kündigen, was zu einer Rückzahlung von insgesamt 5,7 Milliarden Euro führen könnte. Eigentlich sollte der Militärtransporter Ende 2009 ausgeliefert werden, jetzt rechnet EADS mit einer Auslieferung der Maschine, die bislang nicht in der Luft war, frühestens im Jahr 2012. Für das laufende Geschäftsjahr warnt EADS deshalb vor möglicherweise "signifikanten Aufwendungen" im Zusammenhang mit dem A400M-Programm, die das EBIT-Ergebnis (Gewinn vor Zinsen und Steuern) erheblich belasten könnten. Ohne das A400M-Risiko soll das EBIT-Ergebnis 2009 geringer als im Jahr 2008, aber noch "deutlich positiv", ausfallen. Der Auftragsbestand hatte zum 31. Dezember ein Volumen von über 400 Milliarden Euro (+18 Prozent). Der Auftragseingang zeigte mit 98,65 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutlich nach unten (–28 Prozent). (pmz)

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