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EMEA-Region: PC-Markt wächst dank Russland deutlich

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Der PC-Markt in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA-Region) wuchs im zweiten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahr wie erwartet und legte um 9,1 Prozent zu. Dabei übertraf das Ergebnis aber die Prognosen der Marktforscher von IDC, die lediglich ein Wachstum von 5,6 Prozent prophezeit hatten. In Westeuropa wuchs der Absatz allerdings nur um bescheidene 4,1 Prozent, da die Konsumenten sich hier nach wie vor in Zurückhaltung üben.

Vor einem Jahr hatte der europäische Markt noch einen Einbruch von mehr als 20 Prozent verzeichnet. Da nun der Bedarf bei den Kunden wieder angekurbelt wurde, ging es leicht bergauf. Dennoch bleibt das Ergebnis unter dem von 2008. Trotz der Einführung von neuen ultraleichten Produkten wird dem Markt erst durch die Einführung von Windows 8 im Oktober in Kombination mit größerem europaweitem Werbeaufwand größeres Wachstum vorhergesagt.

Den Hauptanteil am guten Ergebnis in EMEA machte die CEE-Region (Central and Eastern-Europe) aus, wo der PC-Absatz um 25,1 Prozent anstieg, begründet durch ein sehr aggressives Werbeverhalten der Hersteller. In Russland als Zentrum der Region wurden im zweiten Quartal 3,96 Millionen Geräte verkauft. In den Regionen Naher Osten und Afrika wurde ein moderates Wachstum von 4,8 Prozent im Jahresvergleich registriert, was sich durch eine höhere Nachfrage nach Desktop-PCs und erheblichen Preisverfall erklärt. Allerdings schwächt der zweistellige Einbruch des Absatzmarktes in der Türkei, Saudi Arabien und Israel den Aufschwung ab.

Hewlett-Packard (HP) verteidigte die Spitzenposition unter den Herstellern, auch wenn das Unternehmen weniger Geräte in EMEA verkaufte, als im Vorjahr. IDC sieht die Gründe für diesen Einbruch im schwach wachsenden Markt in Westeuropa und einem von HP vergleichsweise starken zweiten Quartal 2011. Der Hersteller will nun auch sein Engagement in der CEE-Region verstärken und setzt dabei vor allem auf eine starke Produktlinie und effektives Channel-Management. Acer konnte im zweiten Quartal deutlich um 32,7 Prozent zulegen und eroberte sich so den zweiten Platz zurück. Noch vor einem Jahr hatte das Unternehmen stark unter der Absatzkrise gelitten. Auch für Asus war das Quartal erfolgreich und so legte das Unternehmen um 39,2 Prozent zu. Gerade Asus konnte in CEE gut verkaufen und profitiert von dem dortigen Aufschwung.

Auf den vierten Platz fiel Dell zurück. Durch 9,4 Prozent weniger verkaufte PCs als noch im Vorjahresvergleichszeitraum konnte das Unternehmen den dritten Platz nicht halten. IDC sieht vor allem den hohen Wettbewerbsdruck im Notebookmarkt als Grund für die Verluste an. Den stärksten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete aber Lenovo mit 63,3 Prozent mehr abgesetzten Geräten. Das beschert den Asiaten Platz 5 und soll auch auf die Steigerung in CEE zurückzuführen sein. Hinter den Top 5 Herstellern positioniert sich Toshiba, die von Jahr zu Jahr 34,9 Prozent mehr Computer verkauften, gefolgt von Samsung. Dann kommen Apple auf Platz 8, die von ihren neuen Produkten profitierten, sowie Sony und Fujitsu auf den nachfolgenden Plätzen. Berücksichtigt für die Analyse wurden nur Desktop-PCs und Notebooks, Tablets spielten keine Rolle.

PC-Verkäufe EMEA, 2. Quartal 2012
Hersteller Stückzahl Q2/11 Marktanteil Q2/11 Stückzahl Q2/12 Marktanteil Q2/12 Veränderung
HP 5,077 22,0% 4,847 19,2% -4,5%
Acer 2,946 12,8% 3,911 15,5% 32,7%
Asus 1,976 8,6% 2,751 10,9% 39,2%
Dell 2,539 11,0% 2,300 9,1% -9,4%
Lenovo 1,358 5,9% 2,217 8,8% 63,3%
Andere 9,203 39,8% 9,170 36,4% -0,4%
Gesamt 23,099 100% 25,169 100% 9,1%
Quelle: IDC, Angaben in Millionen Stück

(roh)