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ESA-Mission Rosetta: Kometenlander Philae ist wohlauf und in schwieriger Position

Nach seiner Landung scheint die ESA-Sonde Philae nun mehr zu liegen als zu stehen. Grund ist wohl ein langer Hüpfer, den Philae nach seinem ersten Auftreffen auf dem Kometen machte. Wo genau sich Philae befindet, weiß man bei der ESA noch nicht.

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ESA-Mission Rosetta: Kometenlander Philae liegt wohl auf der Seite

So sah Rosetta den Lander während des Anflugs auf den Kometen.

(Bild: ESA/OSIRIS)

In dem pinken Fleck fand die erste Landung statt, in dem blauen die zweite und dritte.

(Bild: ESA)

Der Kometenlander Philae hat seine planmäßige Landestelle "Agilkia" zwar anfangs getroffen, ist dann aber deutlich weiter geflogen und erst ein ganzes Stück entfernt endgültig zum Stehen gekommen. Wie der Landungsverantwortliche Stephan Ulamec am Donnerstag erklärte, wisse man nun, dass sich Philae dem Kometen am Ende mit 1 Meter pro Sekunde angenähert hat. Doch dann sei der Lander noch einmal abgeprallt und fast zwei Stunden lang mit 30 Zentimetern pro Sekunde weiter gehüpft. Und nach der zweiten Landung sei er noch einmal ein Stück mit ungefähr 3 Zentimetern pro Sekunde geflogen.

Der landende Philae

(Bild: ESA/Rosetta/OSIRIS)

Wo genau sich Philae derzeit befindet, weiß man bei der ESA noch nicht, es gibt lediglich ein vergleichsweise großes Areal, in dem er vermutet werde. Auch wisse man noch nicht, wie genau Philae positioniert sei. Man habe auch nur die Bilder, die nun veröffentlicht wurden. Jeder könne sich also selbst Gedanken machen. Klar sei aber, dass die Solarpaneele nicht voll angestrahlt werden und deswegen weniger Energie zur Verfügung stehen dürfte, als erhofft und erwartet. Wie sich das auf die weitere Mission auswirke, werde nun geprüft. Ohne Sonnenenergie reicht die Batterie an Bord nur für wenige Tage.

Hier setzte Philae das erste Mal auf.

(Bild:  ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

[Update 13.11.14 – 15:30 Uhr] Relativ deutlich wurde von Rosetta das Areal aufgenommen, in dem Philae eigentlich aufsetzen sollte und das zuerst auch tat. Dort scheint der Boden vergleichsweise weich und deswegen sei noch nicht klar, warum und wie Philae davon abgeprallt ist. Auch sei noch nicht bekannt, warum die Harpunen nicht ausgelöst haben. Das Signal sei an den Mechanismus gesendet worden und auch der Teil des Systems sei aktiviert worden, der die Harpunen festziehen sollte. Weil man das gesehen habe, habe man jubeln können. Dabei sei aber gar nichts festgezurrt worden.

[Update 13.11.14 – 15:40 Uhr] Ganz emotional wurde es als, Missionsleiter Andrea Accomazzo dem Flugkontrollteam der ESA dankte. Niemand anders sei in der Lage einen solchen Flug durchzuführen, versicherte er den Medienvertretern. Nicht nur er erklärte in der Pressekonferenz immer wieder, dass die Landung ein Erfolg sei, auch wenn sie nicht planmäßig verlaufen sei. Philae nehme bereits jede Menge wissenschaftlicher Messungen vor und weitere instrumente würden aktiviert. So könne ein Komet aus nie gekannt Nähe erforscht werden. Der Wert dieser Daten sei immens.

Die ersten Bilder, die Philae direkt vom Kometen sendete:

Vor der Abtrennung des Landers sendete Rosetta Bilder des Kometen, wie er sich aus der Umflaufbahn zeigte:

(mho)

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