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ESA-Sonde Rosetta: Alle Aufnahmen nun veröffentlicht

Zwei Jahre lang hat Rosetta den Kometen 67P umkreist und erforscht, bevor die Mission beendet wurde. Nun sind alle Fotos und Daten öffentlich verfügbar.

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ESA-Sonde Rosetta: Alle Aufnahmen nun veröffentlicht

67P/Tschurjumow-Gerassimenko aus der Nähe

(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA – CC BY-SA 4.0 )

Die ESA hat nun auch die letzten Bilder und wissenschaftlichen Daten der Kometensonde Rosetta veröffentlicht. Damit sind sie fast zwei Jahre nach dem endgültigen Ende ihrer äußerst erfolgreichen Mission an dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko nicht nur für Wissenschaftler, sondern alle Interessierten einsehbar. Zu den nun veröffentlichen Aufnahmen gehören nicht nur die allerletzten, die die Sonde vor ihrer Landung auf ihrem Kometen gemacht hat, sondern auch jene, auf der der lange verschollene Lander Philae gefunden worden war. Sie decken die Zeit zwischen Juli 2016 und dem 30. September 2016 ab. Insgesamt wurden damit fast 100.000 Fotos veröffentlicht, teilte die Europäische Weltraumagentur mit.

Quelle: Images: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA – CC BY-SA 4.0

Rosetta war 2004 gestartet und brauchte dann mehr als zehn Jahre, um ihren Kometen zu erreichen. Auf dem landete das von ihr mitgebrachte Mini-Labor Philae und sendete einige Tage lang jede Menge Daten. Weil es aber im Schatten stand, gingen seine Energiereserven schließlich zur Neige und es meldete sich nur noch einmal wieder. Derweil kreiste Rosetta um den Kometen und lieferte den Forschern viele Daten zu dem Himmelskörper und über die Anfänge unseres Sonnensystems.

Weil sich der Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko mit Rosetta aber wieder von der Sonne entfernte, ging der Sonde schließlich die Energie aus und so entschied die ESA, das Gefährt sanft auf der Oberfläche landen zu lassen. Bis kurz vor dieser Landung sendete die Sonde Daten und Bilder, die sogar noch ein Jahr später Überraschungen lieferten. Im Herbst 2017 hatten Ingenieure des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen in den letzten von Rosetta übermittelten Daten noch ein bis dahin nicht als solches erkanntes Bild gefunden. Es war aus 20 Metern Entfernung zur Oberfläche aufgenommen worden.

Hochaufgelöste Nahaufnahmen von 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (26 Bilder)

Eine Aufnahme aus knapp 10 Kilometern Entfernung, gemacht Ende Oktober 2014 (Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

Rosettas Landung: Die letzten neuen Bilder vom Kometen (13 Bilder)

Rosettas 2017 entdecktes allerletztes Foto
(Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA)

(mho)

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