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ESA-Sonde Rosetta: Neue Bilderflut vom Kometen

Wie inzwischen regelmäßig zum Monatsende hat die Europäische Weltraumagentur erneut Hunderte Bilder des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko veröffentlicht. Sie stammen von der Navigationskamera der Rosetta-Sonde.

ESA-Sonde Rosetta: Neue Bilderflut des Kometen

Eine Nahaufnahme vom 9. Oktober 2014

(Bild: ESA/Rosetta/NAVCAM, CC BY-SA 3.0 IGO)

Die Region Hatmehit in einer kleinen Animation

(Bild:  ESA/Rosetta/NAVCAM, CC BY-SA 3.0 IGO )

Die ESA hat Hunderte neue Bilder veröffentlicht, die die Kometensonde Rosetta im Herbst des vergangenen Jahres aufgenommen hat. Unter den insgesamt 1776 Aufnahmen finden sich auch zahlreiche, die aus geringen Entfernungen von wenigen Kilometern gemacht wurden. Einige zeigen auch den Lander Philae kurz nach Beginn seines Anflugs auf den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Die Bilder finden sich im Archive Image Browser der europäischen Weltraumagentur, in dem damit schon Tausende Fotos der Navigationskamera (Navcam) gelandet sind. Dort werden sie unter einer freien Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht und können durchforstet, verwendet und auch weiterverarbeitet werden. Sie sind zwar nicht so detailliert wie die Aufnahmen der OSIRIS-Kamera, vermitteln aber trotzdem ein eindrückliches Bild des Kometen.

Die nun veröffentlichten Fotos wurden zwischen dem 23. September und dem 21. November 2014 aufgenommen. Ähnlich umfangreiche Bildersammlungen waren bereits Ende April und Ende März veröffentlicht worden. Insgesamt umfasst das Navcam-Archiv damit nun mehr als 4000 Fotos und weiterhin sollen in Monatsfrist neue hinzukommen. Wie die ESA schreibt, können die Aufnahmen einzeln bewundert oder aber als Grundlage für Panorama-Mosaike beziehungsweise Animationen verwendet werden. Solche veröffentlicht die Organisation auch regelmäßig im Rosetta-Blog.

Rosetta umkreist ihren Kometen seit Anfang August 2014 und liefert jede Menge Forschungsergebnisse zur Erde. Damit werden Wissenschaftler noch auf Jahre hinaus zu tun haben, weswegen die Mission schon jetzt als großer wissenschaftlicher Durchbruch gefeiert wird. Während die Forschungsdaten für einige Zeit den Wissenschaftlern vorbehalten bleiben, können die Fotos der Navigationskamera rascher veröffentlicht werden. Die Aufnahmen zeigen eine fremde und stark zerklüftete Welt, die nicht nur die Fantasie von Science-Fiction-Fans anregen dürfte. Vom Kometen selbst lieferte der Lander Philae Bilder, bevor er wegen Energiemangel seine Arbeit einstellte – vorübergehend, wie die Forscher weiterhin hoffen.

(mho)

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