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ESA-Weltraumteleskop Gaia auf seinem Weg

Das Weltraumteleskop Gaia hat auch nach dem Start die ersten kritischen Momente erfolgreich gemeistert. Wie die europäische Weltraumagentur ESA mitteilte, hat das Kontrollzentrum in Darmstadt Kontakt zu der Sonde aufgenommen, die daraufhin ihre Systeme hochfahren konnte. Gaia faltete dann in einem etwa zehnminütigen Vorgang seinen Sonnenschild aus, der die empfindlichen Instrumente vor der Strahlung schützen und dank Solarzellen mit Energie versorgen soll. Nun ist die Sonde auf dem Weg zu dem sogenannten Lagrange-Punkt L2, wo sich die Schwerkraft von Sonne und Erde die Waage halten. Ihn soll sie umkreisen, um unter den guten Bedingungen die Milchstraße mit vorher nicht gekannte Genauigkeit zu kartieren.

Der Weg vor Gaia

Auf dem Weg zum endgültigen Aufenthaltsort für die auf fünf Jahre angelegte Mission, werden nun noch zwei entscheidende Triebwerkszündungen durchgeführt. Die erste ist für den heutigen Freitag geplant, die nächste soll etwa 20 Tage nach dem Start erfolgen. Darüber hinaus werden während des Anflugs auch alle System und Instrumente eingeschaltet, geprüft und kalibriert werden. Dieser Vorgang ist auf vier Monate angelegt und erst danach kann Gaia mit seiner Forschungsarbeit beginnen.

Gaia soll dann den Sternenhimmel mehrmals ablichten und dabei etwa eine Milliarde Sterne jeweils rund 70 Mal anpeilen. Am Ende kann aus den Aufnahmen die Entfernung der Sterne berechnet und so eine Karte unserer Milchstraße erstellt werden. Außerdem hoffen die Wissenschaftler darauf, mit den hochpräzisen Instrumenten jede Menge neuer Asteroiden in unserem Sonnensystem finden zu können. Weiterhin solle die Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein überprüft werden.

(mho)

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