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EU-Datenschützer geben Social Networks Empfehlungen

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Die europäische "Artikel-29-Datenschutzgruppe" hat eine Stellungnahme und Empfehlungen für den Datenschutz in Social Networks veröffentlicht (PDF-Datei). Ihr geht es darum, dass sich Anbieter wie Facebook und MySpace bei der Speicherung von persönlichen Daten ihrer Nutzer an die in Europa gültigen Datenschutzbestimmungen halten. Die Empfehlungen erstrecken sich auch auf Unternehmen, die mit Social Networks kooperieren oder ihre Programmierschnittstellen (API) verwenden.

Die Gruppe, in der Datenschützer aus allen EU-Mitgliedsstaaten versammelt sind, empfiehlt den Social-Network-Betreibern, ihre Nutzer in angemessener Weise über Datenschutzrisiken aufzuklären, wenn sie Informationen über sich oder andere hochladen. Accounts sollten so voreingestellt sein, dass der Nutzer von Grund auf bestimmen kann, für wen welche Informationen zugänglich sind. Sensible Daten wie über die politische Meinung, Religionszugehörigkeit, den Gesundheitszustand und andere dürften nicht ohne Zustimmung der Nutzer erhoben oder beispielsweise für gezielte Werbung verwendet werden.

Social Networks müssten nach Meinung der Datenschützer dafür sorgen, dass kooperierende Unternehmen, die über APIs persönliche Daten von Nutzern erhalten, ebenfalls auf strikten Datenschutz achten. Diese Unternehmen dürften die Daten nur so lange speichern und vorhalten, wie es für einen speziellen Prozess nötig sei. Der Nutzer sollte auf den Webseiten der Social Networks eine deutlich gekennzeichnete Möglichkeit haben, sich bei Datenschutzproblemen an den Betreiber zu wenden.

Das US-amerikanische Social Network MySpace hat sich nach Angaben des Wall Street Journal an der Erarbeitung der Empfehlungen beteiligt. Es zeigte sich demnach offen für einen weiteren Dialog mit den europäischen Datenschützern. (anw)