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EU-Kommissar fordert von China wirksames Vorgehen gegen Produktpiraterie

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Der Handelskommissar der Europäischen Union, Peter Mandelson, hat die Volksrepublik China aufgefordert, internationale Handelsregeln in die Tat umzusetzen, statt sie zu umgehen. In einer Rede an der Pekinger Renmin-Universität, der "Volksuniversität von China", verlangte Mandelson von China, seinen Verpflichtungen gegenüber der Welthandelsorganisation WTO nachzukommen, andernfalls drohe ein Rückschlag in den Handelsbeziehungen zu Europa. China müsse Unternehmen aus der EU den Zugang zu seinen Märkten erleichtern und den Schutz geistigen Eigentums verbessern.

Mandelson zufolge machen Importe aus China inzwischen 13 Prozent des gesamten Importvolumens der EU aus. In den vergangenen vier Jahren sei der Wert der Importe aus China von 81 Milliarden auf 157 Milliarden Euro geklettert. Zugleich würden die Handelspartner Chinas aber unter den Folgen des Imports gefälschter Produkte leiden. Dazu gehörten vermeintliche Markenartikel ebenso wie Medikamente, Filmkopien oder auch Software. Auf internationalen Druck, so von Seiten der USA, reagierte China zuletzt Ende Mai mit neuen Anti-Raubkopie-Direktiven. (ssu)