EU-Kommissarin Kroes sieht Open Source auf dem Vormarsch

In ihrer Video-Botschaft für die Gnome-Entwicklerkonferenz GUADEC erklärt Neelie Kroes, dass immer mehr öffentliche Verwaltungen Open-Source-Software einsetzen – und damit sehr zufrieden sind.

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Von
  • Oliver Diedrich

Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die Digitale Agenda und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, sieht Open Source in der öffentlichen Verwaltung auf dem Vormarsch. In einer Video-Botschaft (Video auf Youtube) für die Gnome-Entwicklerkonferenz GUADEC, die am 26. Juli in Den Haag startet, erklärt sie, dass immer mehr öffentliche Verwaltungen Open-Source-Software einsetzen – und damit sehr zufrieden sind.

Als Beispiele nennt sie die Stadt München und die Open-Source-Richtlinien der englischen und der niederländischen Regierung. Die drei wichtigsten EU-Länder in Hinblick auf den Einsatz von Open Source seien Frankreich, Spanien und Deutschland. Die Erfahrungen seien positiv: Open Source spare Geld und verringere die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern.

In ihrer Grußbotschaft geht sie auch auf Open-Source-Initiativen der EU ein, die mit dem Open Source Observatory and Repository (OSOR) eine Plattform zum Austausch von Code und Erfahrungen für die öffentliche Hand betreibt und mit der European Union Public Licence (EUPL) eine eigene, OSI-zertifizierte Open-Source-Lizenz entwickelt hat. Kroes erwartet, dass die aktuellen Pläne für die Weiterentwicklung des E-Government in der EU den Anteil von Open-Source-Software weiter erhöhen werden, da man hier eine neue Strategie in Sachen Interoperabilität und Standards anwenden wolle (siehe auch Zwangsjacken ade?, Kommentar auf heise open). (odi)