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EU-Kommissarin eröffnet Cybercrime-Zentrum

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EU-Kommissarin Cecilia Malmström hat am Freitag das European CyberCrime Center (EC3) im niederländischen Den Haag eröffnet. In dem zu Europol gehörenden EC3 sollen nach den Worten von Malmström die "besten Gehirne Europas" an der Bekämpfung von Cyber-Kriminalität arbeiten und sich dabei der besten verfügbaren Technologien bedienen können.

EU-Kommissarin Cecilia Malmström bei der Vorstellung des Cybercrime-Zentrums am Mittwoch in Brüssel.

(Bild: EU-Kommission)

Angesichts der vielfältigen Bedrohungen im Cyberspace sollen sich die rund 30 Experten des EC3 auf ausgewählte Bereiche konzentrieren, erklärte Malmström in ihrer Ansprache. Zunächst solle sich das EC3 auf bandenmäßigen Betrug, Cyber-Einbrüche und die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet konzentrieren. Für diese drei Bereiche sollen neue forensische Werkzeuge entwickelt werden.

Laut einem Bericht der BBC verfügt das EC3 über ein Hochsicherheitslabor für die forensische Analyse, das
als Faradayscher Käfig nach außen hin abgeschottet ist und über keinerlei Netzzugang verfügt. Neben der technischen Entwicklung soll das EC3 zu den drei Arbeitsgebieten regelmäßig Berichte zur aktuellen Bedrohungslage veröffentlichen, die für die Polizeibehörden aller EU-Staaten zugänglich sein sollen.

Malmström betonte, dass das EC3 nicht bei Null anfange, sondern auf vielfältigen Erfahrungen aufbaue. Eine prägende Erfahrung dieser Art sei die internationale Zusammenarbeit in der Operation Ikarus gewesen. Wichtig sei auch die Gründung des Globalen Bündnisses gegen sexuellen Missbrauch von Kindern im Internet in Zusammenarbeit mit der USA gewesen. Auf Seiten der Privatwirtschaft will das EC3 mit der Virtual Global Taskforce zusammenarbeiten, an der unter anderem Microsofts Digital Crime Unit, Paypal und Research in Motion als Unternehmen beteiligt sind. (vbr)

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