EU-Kommission: 50 Millionen Startförderung fürs KI-Bündnis Claire

Die EU-Kommission unterstützt Forschungsprojekte rund um Künstliche Intelligenz, mit denen die Technik auch das menschliche Denken verbessern helfen soll.

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(Bild: vs148/Shutterstock.com)

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Die EU-Kommission fördert vier Projekte aus dem Umfeld der europäischen Forschungsgemeinschaft für Künstliche Intelligenz (KI) mit 50 Millionen Euro. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das die betroffene Confederation of Laboratories for Artificial Intelligence Research in Europe (Claire) mitinitiiert hat, spricht von einer "Startfinanzierung", mit der der Boden für "viel größere Investitionen" bereitet werden solle.

Zu den geförderten Forschungsvorhaben gehört das von der schwedischen Universität Linköping geleitete Projekt Tailor. Damit soll laut dem DFKI "ein Netzwerk von Forschungsexzellenzzentren zu den Grundlagen vertrauenswürdiger KI" geknüpft werden. Das Thema steht im Zentrum des neuen Regulierungsrahmens der EU-Kommission für die Technik. Ziel ist es, wettbewerbsfähige KI-Produkte "made in Europe" etwa für die Bereiche Gesundheit, Mobilität und Ressourcenmanagement zu schaffen.

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Mit auf der Liste ist das HumanE-AI-Net, das mit KI-Systemen auch die menschliche Intelligenz verbessern will. "Es ist entscheidend, die KI-Revolution in eine Richtung zu formen, die für die Menschen sowohl individuell als auch gesellschaftlich vorteilhaft ist und die sich an europäische ethische Werte und soziale, kulturelle, rechtliche und demokratische Normen hält", erklärte Paul Lukowicz vom DFKI dazu. Zu den Mitgliedern dieses Netzwerks zählen auch Vertreter des European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (Ellis).

Das Projekt AI4Media will parallel den Beitrag ausloten, den Künstliche Intelligenz für "Medien, Gesellschaft und Demokratie" leisten könnte. Die Dacheinrichtung "Vision" soll für die Koordination zwischen den neuen Netzwerken untereinander sowie der Kommission sorgen und so das insgesamt geplante "europäische KI-Forschungsökosystem" vorantreiben. Die Claire-Beteiligten halten dies für "dringend notwendig, damit Europa gegenüber Ländern wie den USA, China und Kanada wettbewerbsfähig bleibt". Diese anderen Länder investierten bereits "wesentlich höhere Beträge in die Forschung und Innovation" in diesem Bereich. (anw)