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EU-Kommission legt Förderprogramm für Digitalwirtschaft und E-Government auf

Die EU-Kommission will die Vernetzung der Wirtschaft unterstützen. 500 Millionen Euro sollen in "Technologie-Exzellenzzentren" fließen, Pilotprojekte etwa fürs Internet der Dinge angestoßen werden.

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(Bild: EU-Kommission)

Die EU-Kommission will die Digitalisierung von Unternehmen aus allen Branchen fördern und neue Investitionsanreize auch für vernetzte Dienstleistungen in Wirtschaft und Behörden schaffen. Allein eine halbe Milliarde Euro wird laut einem Konzept, das die Kommission am Dienstag auf den Weg gebracht hat, in ein EU-weites Netz von "Technologie-Exzellenzzentren" fließen. In den "digitalen Hubs" sollen Firmen vernetzte Innovationen testen und sich beraten lassen können.

Mit mehreren "großen Pilotprojekten" will die Kommission Technik voranbringen, die unter anderem für das Internet der Dinge, die moderne Fertigungstechnik, intelligente Städte und Häuser, vernetzte Fahrzeuge und mobile Gesundheitsdienste benötigt wird. Sie hat sich zudem vorgenommen, Rechtsvorschriften zu verabschieden, die "den freien Datenfluss unterstützen". Auch sollen "klare Eigentumsverhältnisse" geschaffen werden an Informationen, die Sensoren und intelligente Geräte in der "Industrie 4.0" generieren. Dazu sollen Sicherheits- und Haftungsfragen autonomer Systeme geklärt werden.

Dazu kommen soll die berufliche Qualifizierung in der EU gefördert werden, die Menschen mit den Fähigkeiten ausrüstet, die sie für die Arbeitsplätze im digitalen Zeitalter benötigen. Teil des Pakets ist auch die bereits angekündigte Cloud-Initiative für die Wissenschaft und die "datengesteuerte Wirtschaft".

Weiter hat die Kommission einen Aktionsplan fürs E-Government umrissen. Damit will sie unter anderem ein elektronisches Justizportal und eine zentrale digitale Schnittstelle einrichten, über die Nutzern bei grenzüberschreitenden Tätigkeiten geholfen werden soll. Elektronische Auftragsvergabe und Signaturen stehen mit im Vordergrund. (anw)