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EU-Kommission nimmt Musikindustrie ins Visier

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Die Europäische Kommission befindet sich in der ersten Phase eines möglichen Kartellverfahrens gegen die Musikindustrie. Diese soll möglicherweise durch Preisabsprachen den Markt für CDs verzerrt haben, um Verbraucherpreise künstlich hochzuhalten. Preise für CDs liegen in europäischen Staaten teilweise deutlich höher als beispielsweise in den USA. Dort waren gegen die Musikkonzerne bereits vor einigen Monaten ein Gerichtsverfahren wegen illegaler Preisabsprachen eröffnet worden.

Die großen Fünf der Musikbranche – Bertelsmann, Sony, Universal, EMI und Time Warner – seien von der Kommission davon in Kenntnis gesetzt worden, dass die "vertikalen Verflechtungen" der Musikkonzerne und großer Distributoren wegen möglicher kartellrechtlicher Vergehen von der Kommission untersucht werden. Zu möglichen Folgen dieses Verfahrens wollten sich Sprecher der EU-Kommission gegenüber heise online wegen des sehr frühen Zeitpunkts innerhalb des Verfahrens nicht äußern. Noch habe man keine Beweise für illegale Absprachen, sondern gehe zunächst Hinweisen nach, die aus Erkenntnissen der FTC und der Untersuchung anlässlich der vorerst gescheiterten Fusion von EMI und Time Warner resultierten. (pmo)