EU-Kommission verlangt von Google mehr Zugeständnisse

Googles bisherige Vorschläge im Kartellrechtsstreit um seine Suchmaschine stellen die EU-Kommission noch nicht zufrieden.

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Die EU-Kommission ist im Kartellrechtsfall Google nicht mit den bisherigen Zugeständnissen des Suchmaschinenbetreibers einverstanden. Das habe EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia dem Executive Chairman des Unternehmens Eric Schmidt in einem Brief mitgeteilt, berichtet das Wall Street Journal. Der Markttest der bisher von Google eingeräumten Zugeständnisse, der bis Ende Juni lief, habe die bisherigen Bedenken der Kommission nicht ausräumen können. Nun solle Google bessere Vorschläge vorlegen. Details des Briefes wurden nicht bekannt.

Auf Druck aus Brüssel hatte der US-Konzern in dem seit November 2010 laufenden Verfahren im April dieses Jahres angeboten, fünf Jahre lang eigene Dienste deutlicher zu markieren und mehr Links zu Webseiten der Wettbewerber anzuzeigen. Insgesamt machte der Konzern in vier Punkten – auch der Werbung – Zusagen. Falls Google die Bedenken der Kommission nicht ausräumen kann, droht dem Unternehmen eine Strafe von bis zu 10 Prozent seines Jahresumsatzes. Dieser betrug 2012 rund 46 Milliarden US-Dollar. (anw)