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EU-Kommission will Forschung gegen Cyberkriminalität vorantreiben

Die EU-Kommission will sich im Kampf gegen Cyberkriminalität besser rüsten und in die Grundlagenforschung investieren. Mehr als hundert Unternehmen wollen sich an dem Programm beteiligen. Es gehe um zivile Anwendungen, heißt es.

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Computervirus

(Bild: dpa, Sebastian Kahnert)

Im Kampf gegen Cyberkriminalität will die EU-Kommission bis 2020 insgesamt 450 Millionen Euro an Forschungsausgaben bereitstellen. Das Geld soll in Grundlagenforschung fließen. Die Brüsseler Behörde geht davon aus, dass Partner aus der Privatwirtschaft noch einmal das Dreifache beitragen. Damit kämen insgesamt 1,8 Milliarden Euro zusammen.

Der EU-Kommissar für Digitalwirtschaft, Günther Oettinger, soll am Dienstag in Straßburg eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnen. Nach Angaben der EU-Kommission sind mehr als hundert Unternehmen mit im Boot. Ausschreibungen sind für das erste Quartal des kommenden Jahres geplant. Es geht ausschließlich um zivile Anwendungen, etwa Gegenmittel zu Erpresser-Programmen wie etwa Locky, die Daten verschlüsseln, die Kriminelle nur gegen ein Lösegeld wieder freigeben.

Nach Angaben der EU-Kommission meldeten 80 Prozent aller europäischen Unternehmen im vergangenen Jahr einen sicherheitsrelevanten Zwischenfall im IT-Bereich. (kbe)