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EU-Kommission will leichteren Zugang zu staatlich verwalteten Informationen

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Die EU-Kommission möchte die europaweite Nutzung von Informationen des öffentlichen Sektors erleichtern. Mit einer neuen Richtlinie sollen Barrieren abgebaut werden, denen sich Content-Anbieter in Europa gegenüber sehen. Der öffentliche Sektor verfüge über viele für Informationsdienste nutzbare Daten, zum Beispiel finanzielle, geografische und touristische. Die Kommission bezifferte ihren Wert auf 68 Milliarden Euro.

Wegen unterschiedlicher Vorschriften und Praktiken in den einzelnen Mitgliedstaaten werde das Potenzial dieser Informationen aber nicht ausgenutzt. Gebühren, Antwortzeiten und Auschließlichkeitsvereinbarungen machten es den Unternehmen äußerst schwer, europaweite Produkte zu entwickeln. EU-Kommissar Erkki Liikanen erhofft sich neue Mehrwert-Informationsprodukte, die der öffentliche Sektor selbst nicht anbieten kann.

Außerdem sollen Wettbewerbsnachteile europäischer Firmen gegenüber ihren US-amerikanischen Gegenspielern abgebaut werden. Die einheitlichen Rahmenbedingungen zur Verwertung staatlich verwalteter Informationen habe dazu geführt, dass der US-Markt bis zu fünfmal so groß sei wie der europäische. Der Richtlinienentwurf muss noch in Ministerrat und EU-Parlament beraten werden. (hod)