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EU-Länder bauen Teststrecken für 5G und automatisiertes Fahren aus

Am Brenner-Pass, zwischen Spanien und Portugal sowie auf dem Balkan sollen neue grenzüberschreitende Testkorridore im 5G-Mobilfunk eingerichtet werden, um die vernetzte und automatisierte Mobilität zu fördern.

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EU-Länder bauen Teststrecken für 5G und automatisiertes Fahren aus

(Bild: EU-Kommission)

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Die EU-Kommission hat auf ihrem 2. "Digitalen Tag" am Dienstag in Brüssel angekündigt, weitere grenzüberschreitende Testfelder für das automatisierte und vernetzte Fahren aufzubauen. Eine Schlüsselrolle soll dabei der kommende Mobilfunkstandard 5G spielen, um eine "Car to Car"- und "Car to Infrastructure"-Kommunikation via Mobilfunk zu ermöglichen. Sie sollen für den Austausch von Nachrichten zwischen Autos und Straßenausrüstung eingesetzt werden, um etwa automatisiertes Überholen, Einfädeln und Bremsen sowie durchgängige Verkehrswarndienste zu ermöglichen.

Spanien und Portugal wollen laut Kommission zwei Korridore zwischen Vigo und Porto sowie Evora und Mérida einrichten. Bulgarien, Griechenland und Serbien arbeiten an einer Teststrecke zwischen Thessaloniki, Sofia und Belgrad. Darüber hinaus haben Italien und die drei Präsidenten der Euroregion Tirol, Südtirol und Trentino im Dreiländereck mit Österreich und der Schweiz erklärt, die Brenner-Autobahn zu vernetzen, die pro Jahr über 60 Millionen Fahrzeuge passieren.

Deutschland und Frankreich hatten sich bereits voriges Jahr darauf verständigt, zwischen Metz und Merzig eine grenzüberschreitende Probestrecke auszubauen. Diese soll bis nach Luxemburg verlängert werden, heißt es in Brüssel. Weitere Korridore würden zwischen Norwegen, Finnland und Schweden auf der E8 zwischen Tromsø und Oulo sowie auf der E18 zwischen Helsinki, Stockholm und Oslo eingerichtet. Die Niederlande und Belgien hätten sich ebenfalls schon darauf geeinigt, ein digitales Testfeld zwischen Rotterdam, Antwerpen und Eindhoven zu etablieren. Mit den neuen Vorhaben wird Europa der Kommission zufolge zum "größten Experimentiergebiet, um die 5G-Technik ins Feld zu bringen". Damit untermauere Europa seinen Führungsanspruch in diesem Bereich. Auch solle ein sicheres Straßenumfeld für die Bürger errichtet werden.

Mit dem "Digital Day" will die Kommission eine stärkere Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten im digitalen Sektor fördern. Vorbereitet hat sie dazu unter anderem auch eine Strategie für die Künstliche Intelligenz, an der zunächst 25 Mitgliedsstaaten mitarbeiten wollen, sowie eine Partnerschaft bei Blockchain-Technik.

(Stefan Krempl) / (anw)

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