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EU-Parlament spricht sich geschlossen für Zuckerberg-Anhörung aus

Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll nun auch vor dem EU-Parlament zur Facebook-Datenaffäre aussagen. Das Europaparlament hat sich fraktionsübergreifend dafür ausgesprochen.

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EU-Parlament spricht sich geschlossen für Zuckerberg-Anhörung aus

(Bild: Pixabay / CC0)

Das Europaparlament hat sich im Facebook-Datenskandal geschlossen dafür ausgesprochen, den Chef des sozialen Netzwerks Mark Zuckerberg vorzuladen. Die Vorsitzenden aller Fraktionen unterstützten am Donnerstag eine entsprechende Initiative der Grünen-Abgeordneten Jan Philipp Albrecht und Sven Giegold, wie Albrecht mitteilte. Die beiden hatten Parlamentspräsident Antonio Tajani in einem offenen Brief dazu aufgefordert, Zuckerberg in verschiedene Ausschüsse einzuladen. Der 33-Jährige war in dieser Woche bereits an zwei Tagen in Folge zu stundenlangen Anhörungen im US-Kongress erschienen.

Cambridge Analytica und die Facebook-Profile

"Die breite Unterstützung über die Fraktionsgrenzen hinweg zeigt, wie ernst das Europäische Parlament die Lage nimmt. Zuckerberg muss sich nun den Europaabgeordneten stellen, um glaubwürdig zu bleiben", sagte Albrecht. Im aktuellen Skandal um Facebook und Cambridge Analytica könnten nach Einschätzung von Facebook die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern weltweit betroffen sein – unter ihnen sollen auch 2,7 Millionen EU-Bürger sein, darunter möglicherweise auch 310.000 Deutsche.

EU-Parlamentspräsident Tajani hatte Zuckerberg eigenen Angaben zufolge bereits im März schriftlich eingeladen, ins EU-Parlament zu kommen. Eine Absage habe es bislang nicht gegeben, sagte seine Sprecherin am Donnerstag. Eine erneute Einladung verleihe dem Schreiben von vor gut drei Wochen Nachdruck. Tajani selbst schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: "Wir sind zuversichtlich, dass Herr Zuckerberg auch bereit sein wird, unsere Fragen zu beantworten, und zu zeigen, dass er sich ebenso gegenüber den europäischen Bürgern rechenschaftspflichtig fühlt."

EU-Justizkommissarin Vera Jourova telefonierte am Donnerstagabend mit Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg zu dem Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica. Sie teilte danach mit, sie habe sich dafür ausgesprochen, dass Zuckerberg ins Europaparlament komme. Sanders habe in dem Telefonat bestätigt, dass eventuell noch mehr Apps persönliche Daten von Facebook-Nutzern und ihren Freunden gesammelt haben könnten, sagte Jourova. Die Führungsspitze von Facebook müsse nun uneingeschränkt auch mit europäischen Ermittlern kooperieren.

(olb)

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