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EU-Rechnungshof fordert Online-Plattform für Ausschreibungen

EU-Rechnungshof fordert Online-Plattform für Ausschreibungen

(Bild: europa.eu)

Der Europäische Rechnungshof appelliert in einem Sonderbericht an die EU-Kommission, eine gemeinsame elektronische Anlaufstelle für ihre Vergabetätigkeit einzurichten und den Mittelstand besser einzubeziehen.

Die Organe und Institutionen der EU nutzen das Internet nicht ausreichend, um öffentliche Aufträge auszuschreiben. Zu diesem Ergebnis kommt der der Europäische Rechnungshof in einem Sonderbericht [1]. Zwar entsprächen die Vergabevorschriften dem Grundsatz, dass auf möglichst breiter Basis ausgeschrieben werden müsse und ein Höchstmaß an Wettbewerb sicherzustellen sei. Die EU-Behörden könnten ihre Ausschreibungen aber über das Internet noch einfacher zugänglich machen.

Die europäischen Behörden sollten daher gemeinsam eine elektronische Anlaufstelle für ihre Vergabetätigkeit einrichten, meinen die Rechnungsprüfer. Dies würde es den Nutzern erlauben, alle erforderlichen Informationen dort abzurufen und mit den Auftraggebern über das Portal direkt zu interagieren. Die Webseite solle zudem als Archiv für frühere Aufträge dienen und sämtliche einschlägigen Vergabevorschriften zusammenfassen.

Ein neuer gebündelter Internetauftritt sei ein Weg, damit sich kleine und mittlere Unternehmen stärker an Ausschreibungen beteiligten könnten, meinen die Kontrolleure. Beschwerden sollten schnell und unabhängig geprüft werden. Das Auftragsvolumen allein der EU-Kommission, des Parlaments, des Rates und der Europäischen Zentralbank belief sich 2014 auf rund 4 Milliarden Euro. (anw [2])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-3268164

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.eca.europa.eu/de/Pages/DocItem.aspx?did=37137
[2] mailto:anw@ct.de