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EU-Staaten wollen Roaming-Gebühren angeblich 2018 abschaffen

Lettland, das momentan den EU-Vorsitz innehat, arbeitet an einem Kompromiss unter den Staaten. Einige von ihnen hatten sich dagegen gewehrt, Roaming-Gebühren abzuschaffen.

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EU-Staaten wollen Roaming-Gebühren angeblich 2018 abschaffen

(Bild: Michael Coghlan, CC BY-SA 2.0 )

Im Streit um die Roaming-Gebühren könnten die EU-Länder nun doch einer völligen Abschaffung zustimmen. Nach einem Vorschlag Lettlands würden die Aufschläge für das mobile Telefonieren und das Surfen im EU-Ausland Ende 2018 gestrichen, wie das Handelsblatt berichtet. Nach früheren Berichten wollten viele Staaten die Gebühren nicht völlig abschaffen.

Lettland hat derzeit den Vorsitz der EU-Staaten und versucht daher, einen Kompromiss unter den Staaten zu organisieren. Dass dieser Vorschlag auf dem Tisch liegt, bedeutet, dass er Aussicht auf Erfolg hat, wie ein Diplomat in Brüssel am Dienstag erläuterte. Entschieden ist damit aber noch nichts. Das Europaparlament will die Gebühren völlig abschaffen, unter den EU-Staaten gibt es Widerstand. Am Ende müssen sich beide Seiten einig werden.

Der aktuelle Vorschlag sieht laut Handelsblatt vor, dass bis Ende 2018 der Roaming-Aufschlag für 40 Minuten an Telefonaten im europäischen Ausland entfällt. Auch für 40 SMS und Datenübertragungen bis zu 80 Megabyte pro Jahr gäbe es die Extrakosten nicht.

Derzeit dürfen Mobilfunkanbieter von Kunden im europäischen Ausland nicht mehr als 19 Cent pro Minute für abgehende Anrufe, 5 Cent für ankommende Anrufe, 6 Cent pro versendeter SMS und 20 Cent pro Megabyte Daten verlangen. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer. (anw)