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EU-Staaten wollen Steuerschlupflöcher für Internetkonzerne schließen

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Mehrere EU-Länder planen nach Informationen des Focus eine gemeinsame Aktion gegen Steuertricks großer Internet-Konzerne. Es liefen bereits intensive Gespräche zwischen den Finanzministerien, berichtet das Nachrichtenmagazin. Insbesondere Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollten Schlupflöcher schließen, die sich große Konzerne wie Google, Apple oder Amazon zunutze machten, hieß es.

Die Firmen können ihr Geschäft so bilanzieren, dass sie in vielen Staaten kaum Abgaben zahlen. Das Vorgehen solle zunächst innerhalb der EU koordiniert werden, hieß es. In die Gespräche sei auch EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta eingebunden, der bis zum Jahresende einen Aktionsplan vorlegen soll. Viele große US-Unternehmen lassen wesentliche Teile ihres Geschäfts über Töchter in Ländern mit einem günstigeren Steuer-System wie etwa Irland laufen. Die Diskussion darüber läuft schon lange, zuletzt kam sie wieder in Gang, als Apple in seinem jüngsten Jahresbericht einen Steuersatz von nur knapp zwei Prozent für die Gewinne außerhalb der USA auswies. Zudem musste sich der Kaffeehaus-Riese Starbucks in Großbritannien gegen Vorwürfe von Steuertricks wehren. (hb)

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