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EU-Studie: Open Source zahlt sich aus

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Die EU-Kommission hat in einem abschließenden Bericht ihre Befunde zur Wirtschaftlichkeit von Open Source veröffentlicht. Die "Study on the Economic impact of open source software on innovation and the competitiveness of the Information and Communication Technologies (ICT) sector in the EU" steht als PDF auf der Kommissions-Website zum Download bereit.

Insgesamt sieht die Studie, die vom Direktorat General Unternehmen und Industrie in Auftrag gegegeben wurde, eine recht beachtliche Marktpenetration für Open Source. Im öffentlichen Sektor habe dabei Europa die Nase vorn, dicht gefolgt von Asien und Latein-Amerika. In der freien Wirtschaft gingen die Wachstumsimpulse, so die EU-Untersucher, vor allem von mittelgroßen bis großen Unternehmen aus.

Als Grundlage für den Bericht diente die Analyse von sechs europäischen Organisationen, die meisten davon öffentliche Einrichtungen. Auch die Verwaltung der spanischen Region Extremadura ist darunter. Sie stellt alle Bürorechner auf Open Source um und will das Open Document Format (ODF) für die gesamte Bürokommunikation verbindlich machen.

Wie die EU-Kommission feststellt, führt eine Umstellung von proprietärer Software auf Open-Source-Alternativen in fast allen Fällen durch die geringeren Lizenzkosten langfristig zu finanziellen Einsparungen. Die Kosten für die Migration selbst fielen vornehmlich im ersten Jahr ins Gewicht und bildeten eine kalkulierbare Größe. Hinzu kommen Ausgaben für Schulung und Unterstützung der Mitarbeiter.

Mit dem Büropaket OpenOffice lasse sich genauso produktiv arbeiten wie mit Microsoft Office, ist ein weiterer Befund der Verfasser der Studie. Das Programm arbeite stabil und setze auf das ODF-Dateiformat, das im Dezember zum offiziellen ISO-Standard wurde. Die quelloffene Bürosuite bietet nach Ansicht der Untersucher alle Funktionen, die Anwender benötigen, um Texte, Tabellen und Präsentationen zu erstellen. Bei der Konvertierung von Office-Dokumenten mit Makros lauerten allerdings Tücken. (akl)

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