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EU-Wettbewerbshüter genehmigen Chip-Deal: Qualcomm darf NXP kaufen

Auch die EU-Kommission hat dem Chiphersteller Qualcomm grünes Licht für die NXP-Übernahme gegeben. Damit hat der US-Konzern acht von neun benötigten Genehmigungen für den Deal zusammen.

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Qualcomm

Qualcomm liefert Kommunikations-Chips und Prozessoren für diverse Smartphone-Modelle und verkauft zudem Lizenzen auf seine patentierte Erfindungen.

(Bild: dpa, Mark Schiefelbein)

Der US-Chiphersteller Qualcomm hat die EU-Erlaubnis für die Übernahme des niederländischen Konkurrenten NXP Semiconductors bekommen. Die Wettbewerbshüter der Brüsseler EU-Kommission stimmten dem geplanten Geschäft am Donnerstag zu. Qualcomm muss allerdings Auflagen einhalten. Dazu gehört der Verzicht auf den Erwerb bestimmter NXP-Patente. Zudem hat das US-Unternehmen unter anderem zugesagt, Wettbewerbern den Zugang zu einer Technologie zu ermöglichen, die von mehreren Verkehrsbetrieben als Plattform für den Verkauf von Fahrkarten verwendet wird.

Ob die Übernahme wirklich zustande kommt, gilt allerdings als fraglich. Ein Grund ist, dass im November der Chiphersteller Broadcom für rund 130 Milliarden Dollar ein Übernahmeangebot für Qualcomm vorlegte. Außerdem musste das rund 47 Milliarden Dollar schwere Angebot von Qualcomm für NXP zuletzt wegen des geringen Interesses der Aktionäre bis zum 9. Februar verlängert werden. Qualcomm teilte am Donnerstag mit, dass nun acht der neun benötigten Genehmigungen für die Übernahme von NXP vorlägen. Nur in China ist demnach das Prüfverfahren noch nicht abgeschlossen.

Qualcomm ist nach Intel, Samsung und TSMC der viertgrößte Chip-Hersteller der Welt und vor allem für seien Smartphone-Chips bekannt. NXP gehörte zur Philips-Gruppe und produziert unter anderen Chips für Sicherheitslösungen in Ausweisen und Reisepässen sowie für den Automobilmarkt. (dpa) / (axk)

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