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EU fördert 5G-Entwicklung bei Nokia mit Millionen-Darlehen

Mit einem Kredit über 500 Millionen Euro will die EU-Kommission dem Netzwerkausrüster Nokia bei der 5G-Entwicklung unter die Arme greifen.

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Betonturm mit vielen Mobilfunk-Antennen und Richtfunk-Antennen

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

Zur zügigeren Entwicklung des superschnellen Mobilfunkstandards 5G gewährt die EU-Kommission dem finnischen Netzwerkausrüster Nokia einen Kredit in Höhe von 500 Millionen Euro. Das Darlehen für die Arbeiten an der fünften Mobilfunkgeneration sei am Montag abgeschlossen worden und ist über den sogenannten Juncker-Plan abgesichert, teilten beide Seiten mit. "5G passiert schnell, schneller als die meisten Leute erwartet haben", sagte EIB-Vize Alexander Stubb. Der neue Mobilfunkstandard werde komplett neue Geschäftsfelder ermöglichen und bestehende Drahtlos-Anwendungen deutlich verbessern.

Der Kredit hat der EU-Mitteilung zufolge eine durchschnittliche Laufzeit von rund fünf Jahren. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte 2014 den Investitionsfonds Efsi auf den Weg gebracht, der zum jetzigen Stand 335 Milliarden Euro an Investitionen auslösen soll. Der Fonds sichert mit EU-Kapital Darlehen der Europäischen Investitionsbank. Der europäische Mobilfunkpionier Nokia steht bei der 5G-Entwicklung international mit anderen europäischen Unternehmen wie Ericsson und außereuropäischen Konzernen wie Samsung, Qualcomm, Huawei und Lenovo/Motorola im Wettbewerb. (axk)