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EU nimmt DVD-Preise unter die Lupe

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Die EU-Kommission hat eine Untersuchung der Preisgestaltung von DVDs gestartet. Das berichtet die Financial Times in ihrer aktuellen Ausgabe. Dem Zeitungsbericht zufolge hat EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti mehrere Hollywood-Filmkonzerne anschreiben lassen. Diese sollen erklären, warum DVDs in den USA sehr viel günstiger angeboten werden, als in Europa, der Import solcher DVDs aber durch den Regional-Code unterbunden werde. Die EU reagiert damit auf Beschwerden von Konsumenten.

Bei DVD-Playern stellt ein Mechanismus namens Region Playback Control (RPC) sicher, dass die Geräte nur DVD-Videos aus der Region des Players abspielen. Dazu haben die Studios die Welt in sechs Regionen aufgeteilt: Die USA und Kanada liegen beispielsweise in Region 1, Europa in der Region 2 und Australien in Region 4. Hollywood argumentiert, RPC diene vorgeblich dazu, "Grauimporte" zu verhindern und die gestaffelten Kino-Premierentermine der Studios zu stützen.

Erst Ende des vergangenen Monats hatten die australischen Wettbewerbshüter ähnlich unangenehme Fragen an die regionalen Dependancen der Hollywood-Filmstudios gestellt, wie sie nun von Monti angekündigt wurden. Bereits in früheren Reden hatte der oberste Wettbewerbshüter der EU darauf hingewisen, dass es nach seiner Auffassung nur "eine dünne Linie" zwischen dem Schutz des Urheberrechts und der Wettbewerbs-Behinderung durch eine dominierende Marktposition gebe. (wst)

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