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EU prüft Zusammenschluss der Chip-Hersteller Qualcomm und NXP

Bis Oktober will eine Kommission in Brüssel prüfen, ob der Zusammenschluss der Halbleiterhersteller Qualcomm und NXP mit EU-Recht vereinbar ist.

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Die Wettbewerbshüter in Brüssel haben eine genaue Prüfung der geplanten Mega-Fusion zweier Halbleiter-Marktführer auf den Weg gebracht. Der amerikanische Chip-Riese Qualcomm hat sich mit seinem kleineren niederländischen Konkurrenten NXP auf eine 47 Milliarden Dollar (ca. 42 Milliarden Euro) teure Übernahme geeinigt. Nun wollen die Wettbewerbshüter die Pläne genau begutachten.

Brüssel hat Bedenken, der Zusammenschluss könne den Wettbewerb für Halbleiter in elektronischen Geräten wie Smartphones oder WLAN-Router empfindlich stören. Besonders könnte das neue Unternehmen Konkurrenz in der Automobilbranche ausgrenzen. Bis Oktober muss die Kommission über die Fusion entscheiden.

Qualcomm ist der weltweit größte Hersteller von Chips für Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets. NXP ist noch vor dem deutschen Dax-Konzern Infineon führend bei Chips für die Autoindustrie. Zum NXP-Portfolio gehören etwa Produkte für vernetzte und selbstfahrende Autos sowie Sicherheitssysteme. Vor allem ist die einstige Philips-Tochter durch ihre NFC-Funkchips bekannt, mit denen man kontaktlos bezahlen kann – etwa mit dem Smartphone. (pen)