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EU stellt Verfahren gegen Apple ein

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Apple ist mit der Ankündigung eines besseren Kundenservice für europäische iPhone-Besitzer einem drohenden Brüsseler Wettbewerbsverfahren entgangen. Die EU-Kommission teilte am Samstag mit, Apple habe zugesagt, die Beschränkungen bei Entwicklungswerkzeugen für iPhone-Applications zu lockern und einen Garantie- und Kundenservice innerhalb der EU aufzubauen. Auf diese Weise reagiere der Konzern auf die Probleme, die europäische Kunden bislang hatten, wenn sie ein iPhone in einem anderen Mitgliedsstaat gekauft hatten und das Gerät repariert werden musste.

Die Kommission habe daraufhin Ermittlungen wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens eingestellt, teilte die EU-Kommission mit. Für den Fall, dass die EU-Kartellwächter Apple einer Marktabschottung zum Schaden von Kunden und Verbrauchern für schuldig befunden hätten, hätten sie Apple zu einem Bußgeld in Höhe von bis zu zehn Prozent seines Jahresumsatzes verpflichten können.

Im Frühjahr hatte die EU-Kommission mit den Untersuchungen begonnen. Die Experten monierten, dass Apple seinen Reparaturservice nur auf das Land, in dem ein Kunde sein Gerät kaufte, beschränkte. Dies habe Verbraucher benachteiligt. Zugleich habe Apple andere Entwickler von Apps benachteiligt und ihnen Lizenzen vorenthalten, um Wettbewerber auszuschalten. Nun werde Apple die Beschränkungen für die Entwicklung der Apps mit Hinblick auf die Konkurrenz lockern. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia sagte: "Die Antwort von Apple auf unsere vorläufigen Untersuchungen zeigt, dass die Kommission über die Wettbewerbsregeln schnelle Ergebnisse zum Nutzen des Verbrauchers erzielt, ohne ein offizielles Verfahren einleiten zu müssen."

Schon mehrfach war Brüssel gegen den US-Konzern vorgegangen. 2007 war Apple mit seinen Preisen beim Herunterladen von Musik aus seinem iTunes-Onlineangebot ins Visier der Brüsseler EU-Behörde geraten. Auch damals entging Apple einem EU-Verfahren, indem der Konzern gleiche Preise für alle Nutzer in der EU ankündigte. (dpa) / (wm)