EU und Nato kooperieren enger im Kampf gegen Cyber-Terrorismus

Bisher arbeiteten NATO und EU in Sachen Cybersicherheit eher sporadisch zusammen. Nun wollen sie gegenseitig mehr Informationen austauschen als bisher.

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(Bild: dpa)

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  • Andreas Wilkens

Die Europäische Union und die NATO arbeiten im Kampf gegen Cyber-Terrorismus künftig enger zusammen. "Unsere Krisenreaktionsteams erhalten einen strukturierten Rahmen für den Austausch von Informationen und bewährten Abwehrpraktiken", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch in Brüssel. Die EU sprach von einem Meilenstein.

Nach der Kooperationsvereinbarung wollen die NATO Computer Incident Response Capability (NCIRC) und das Computer Emergency Response Team der EU (CERT-EU) technische Informationen austauschen. Auf die Weise wollen sie Angriffen besser vorbeugen können, diese aber auch entdecken und auf sie antworten können.

Anfänge der Zusammenarbeit gehen auf das Jahr 2010 zurück, als sich zunächst Experten aus EU und NATO gegenseitig besuchten. Das CERT-EU ist seit gut drei Jahren eine ständige Einrichtung.

Hintergrund der Kooperation ist die wachsende Sorge, Terroristen könnten mit gezielten Attacken übers Internet wichtige Infrastruktur wie Flughäfen oder Kraftwerke angreifen. Viele Staaten stecken derzeit enorme Summen in die Abwehr von Cyber-Attacken. (mit Material der dpa) / (anw)