#EUvsVirus: EU will Corona-Pandemie mit großem Hackathon bekämpfen

In dem für Ende April angesetzten Programmierwettbewerbs sollen rund 60.000 Teilnehmer nicht nur technische Lösungen für die Corona-Krise entwickeln.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 3 Beiträge

(Bild: EU-Kommission)

Von
  • Stefan Krempl

Nach dem großen Interesse an dem hiesigen Hackathon #WirVsVirus plant auch die EU einen großen Programmierwettbewerb, um technische, politische und soziale Lösungen rund um die Coronavirus-Krise voranzubringen. Die Aktion #EUvsVirus soll zwischen dem 24. und 26. April übers Internet Gemeinschaften von Erfindern, Startups, Makern, Händlern, Investoren und Endnutzern zusammenbringen.

Die EU-Kommission organisiert den Hackathon #EUvsVirus zusammen mit den Ausrichtern nationaler Hackathons in 24 Mitgliedsstaaten, einschließlich Deutschland. Im Kampf gegen Covid-19 sollen neue Ansätze in High- und Low-Tech sowie Hard- und Software in Disziplinen wie Bio- und Digitaltechnik oder auch Sozialwissenschaften gefunden werden, schreibt die Versammlung der Regional- und Kommunalvertreter der EU. Es gehe etwa darum, Ausrüstung wie Schutzmasken oder Beatmungsgeräte schneller zu entwickeln, die Produktionskapazitäten zu erhöhen sowie den Wissenstransfer zwischen den Mitgliedsstaaten und den verschiedenen technologischen Feldern zu verbessern.

Dabei soll es nicht nur um innovative Ansätze in Gesundheit und Medizin gehen, sondern etwa auch um Themen wie eine Wiederaufnahme wirtschaftlicher Tätigkeiten, sozialen Zusammenhalt, Schutz von Risikogruppen oder Bildung. Schüler und Studenten etwa müssten verstärkt online lernen ohne echte Übergangsphase.

heise online daily Newsletter

Keine News verpassen! Mit unserem täglichen Newsletter erhalten Sie jeden Morgen alle Nachrichten von heise online der vergangenen 24 Stunden.

Die Regional- und Kommunalvertreter erwarten rund 60.000 Teilnehmer an der paneuropäischen Initiative und damit rund 17.000 mehr als beim deutschen Vorläufer #WirVsVirus. Bei dem bislang "größten Hackathon weltweit" gingen über 400 einzelne Aktionspläne ein, aus dem inzwischen 150 Mentoren und eine 26-köpfige Experten-Jury die "vielversprechendsten 130 Projekte" in einem zweistufigen Verfahren ausgewählt haben. Am Mittwoch startete das Bundeskanzleramt das Umsetzungsprogramm. (anw)