Ebay-Gründer will Gawker in Streit mit Hulk Hogan unterstützen

Ebay-Gründer Pierre Omidyar will Unterstützung aus der Medienbranche für das bedrohte Blog-Netzwerk Gawker zusammentrommeln.

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Hulk Hogan vor Gericht

Hulk Hogan

(Bild: dpa)

Von
  • dpa

In den Rechtsstreit zwischen dem Wrestler Hulk Hogan und dem US-Medienunternehmen Gawker hat sich ein weiterer IT-Milliardär eingeschaltet. Ebay-Gründer Pierre Omidyar will Unterstützung aus der Medienbranche für Gawker zusammentrommeln. Das Blog-Netzwerk ist wegen der von Silicon-Valley-Milliardär Peter Thiel unterstützten Klage von Hogan in seiner Existenz bedroht.

Die Idee sei, dass sich andere Unternehmen in dem Rechtsstreit und in einem Berufungsverfahren mit Briefen an das Gericht wenden, sagte die Chefjuristin von Omidyars Firma First Look, Lynn Oberlander, der New York Post. Zuletzt hatte unter anderem Apple auf diese Weise Unterstützter als "Freunde des Gerichts" in seinem Streit mit dem FBI um das Entsperren von iPhones zu Wort kommen lassen.

Hogan hatte wegen der Veröffentlichung von Fragmenten aus einem Sex-Video 140 Millionen US-Dollar von Geschworenen zugesprochen bekommen. Die Summe könnte Gawker aus dem Geschäft drängen oder zum Verkauf zwingen. Vergangene Woche wurde bekannt, dass Thiel die Anwaltskosten von Hogan finanziert hatte. Das Gawker-Blog Valleywag hatte 2007 von Thiels Homosexualität berichtet, als dies nur einem kleinen Kreis von Personen bekannt gewesen war.

Der 48-jährige Omidyar wurde mit dem Börsengang von Ebay 1998 zum Milliardär. Er gründete die Medienfirma First Look nach den Enthüllungen Edward Snowdens über die ausufernde Überwachung durch US-amerikanische und britische Geheimdienste. Zu First Look gehört die Website The Intercept, bei der Journalisten um Glenn Greenwald die von Snowden mitgenommenen Papiere der NSA auswerten. (anw)