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Eclipse-Hersteller beantragt Insolvenz

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Die Software-Firma Form & Vision, Hersteller der Profi-Bildbearbeitungssoftware Eclipse, hat Insolvenz beantragt. Die im Jahr 1994 gegründete Frankfurter Firma hatte die ursprünglich von Alias Wavefront entwickelte Irix-Software auf Windows 98/NT portiert. Im September 1999 beteiligte sich der Frankfurter Investor TFG Venture Capital zu 39 Prozent an Form & Vision. Insgesamt hatte TFG nach Auskunft ihrer Firmensprecherin Andrea Lengeling seitdem vier Millionen Mark in das Unternehmen investiert. Ende vergangenen Jahres beendete TFG die weitere Finanzierung, wie Lengeling gegenüber heise online bestätigte.

Während man für die Irix-Variante des Compositing- und Retusche-Spezialisten noch 20 000 Mark bezahlen musste, bot Form & Vision die Windows-Version für rund 3000 Mark an. Die Vorteile der Software gegenüber den in der Windows-Welt etablierten Programmen wie Photoshop liegen vor allem im Umgang mit extrem großen Bildformaten, wovon insbesondere Fotografen oder auch Werbeagenturen profitieren: Dank spezieller Speicherverwaltung lassen sich auch einige hundert MByte große Bilddateien zügig bearbeiten und montieren.

Carsten Aevermann, Geschäftsführer von Form & Vision, hält trotz der Insolvenz am Eclipse-Konzept fest. Mit neuen Investoren und einem kleinen Kern der ehemals zwanzig Mitarbeiter will Aevermann die Entwicklung der Software weiter vorantreiben. Auch der Support soll gewährleistet bleiben.