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Edward Snowden gibt Ratschläge zum Schutz der Privatsphäre

Wer Wert auf den Schutz seiner privaten Daten legt, sollte sich von Diensten wie Dropbox fernhalten. Das ist eine der Empfehlungen, die Edward Snowden in einem Interview gibt.

Anlässlich des New Yorker Festivals hat die gleichnamige US-Zeitschrift ein Interview mit Edward Snowden geführt, in dem es unter anderem darum geht, wie Bürger ihre Privatsphäre und ihre Daten schützen können. Die verbreitete Haltung, "ich habe nichts zu verbergen", verschiebe die Verantwortung für die Wahrung der Bürgerrechte, argumentierte Snowden: "Wenn man sagt, 'Ich habe nichts zu verbergen', sagt man tatsächlich 'Mich interessiert dieses Recht nicht.' Man sagt 'Ich habe dieses Recht nicht, weil ich [...] es rechtfertigen muss.'" Tatsächlich müssten Regierungen Eingriffe in die Bürgerrechte rechtfertigen, nicht umgekehrt.

Erneut warnte er vor der Verwendung von Diensten wie Dropbox, Facebook und Google. Zwar sichere Dropbox eine Verschlüsselung der Daten beim Transfer und auf seinen eigenen Servern zu. Es sei damit aber virtuellen Festplatten wie SpiderOak unterlegen, die die Dateien bereits auf dem Rechner oder Mobilgerät des Kunden verschlüsselt speichern.

Obwohl Google und Facebook den Datenschutz verbessert hätten, blieben sie "gefährliche Dienste", um die man einen Bogen machen sollte. Auch unverschlüsselte SMS und Telefongespräche hält Snowden für eine schlechte Idee. Stattdessen solle man Apps wie RedPhone und Anbieter wie Silent Circle nutzen, die solche Kommunikationen vor ungewollten Mithörern und -lesern schützen.

Das Snowden-Interview des New Yorker bei YouTube

(ck)

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