Ehemalige Mitarbeiter klagen nach Hack bei Sony Pictures auf Schadenersatz

Sony Pictures sei fahrlässig mit seiner Computer-Infrastruktur umgegangen und habe dadurch persönliche Daten preisgegeben, werfen vier ehemalige Mitarbeiter dem Unternehmen vor.

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(Bild: Reddit)

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Nach dem großen Daten-Hack bei Sony Pictures folgen nun die Klagen. Vier ehemalige Mitarbeiter klagen vor zwei Gerichten in Kalifornien gegen das Unternehmen auf Schadenersatz mit dem Vorwurf, sein Netzwerk, Server und sensible persönliche Daten nicht ausreichend geschützt zu haben – und das wider besseres Wissen.

So heißt es laut dem IT-Weblog Recode in einem Antrag auf Zulassung als Sammelklage vor dem Bundesbezirksgericht von Zentralkalifornien. In einer Klage vor einem Gericht in einem County von Los Angeles heißt es zudem, Sony Picture habe sich der Risiken im Zusammenhang mit dem Erscheinen des Films "The Interview" bewusst sein müssen. Außerdem sei das Sony-Netzwerk früher bereits Ziel von Attacken gewesen.

Zu dem Angriff, bei dem unter anderem tausende interne E-Mails von Sony-Verantwortlichen, unveröffentlichte Filme sowie interne Unterlagen gestohlen wurden, bekannte sich eine Gruppe "Guardians of Peace" (GOP). Es wurde immer wieder vermutet, dass sie mit dem Regime in Nordkorea sympathisiert. Dessen Machthaber Kim Jong Un ist in dem Film "The Interview" Ziel eines Anschlags. Deshalb könne GOP es auf Sony Pictures abgesehen haben. Nordkorea selbst aber bestreitet jede Beteiligung an den Attacken.

Die GOP hatte die gesamte IT-Infrastruktur bei Sony Pictures übernommen. Auf Arbeitsplatzrechnern erschien eine Meldung, die Geräte seien von der GOP gekapert worden. Die Computersysteme von Sony Pictures waren nach der Attacke tagelang lahmgelegt, die Mitarbeiter mussten laut Medienberichten zum Teil auf Stift und Papier ausweichen. Nach dem Angriff waren neben gestohlenen Filmen sogar angebliche Gehaltslisten im Internet gelandet. (anw)