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Technology Review

Ehemaliger Firefox-Designer entwickelt Gesundheits-Apps

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Könnte eine mobile App Leben retten? Aza Raskin ist sich so sicher, dass er im vorigen Jahr seinen Posten als Designchef für den populären Browser Firefox aufgab und in San Francisco das Start-up Massive Health gründete. Die Firma arbeitet an mehreren neuen Anwendungen für populäre Smartphone-Plattformen, die noch in diesem Jahr erscheinen sollen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Der Markt für Gesundheitsanwendungen im Smartphone-Bereich ist erst wenige Jahre alt. Den Marktforschern von IDC zufolge werden in diesem Jahr immerhin 14 Prozent der erwachsenen Amerikaner solche Apps einsetzen. Während Smartphone-Spiele wie Angry Birds derzeit noch die App-Charts stürmen, versuchen junge Firmen wie die von Raskin, mobile Software zu entwickeln, die den Gesundheitsbereich umkrempeln sollen. Solche Apps versprechen etwas, was Ärzte oder Krankenhäuser kaum leisten können: Sie stehen stets mit dem Nutzer (und dem Netz) in Kontakt und können so eine dauerhafte personalisierte Vorsorge ermöglichen.

"Gesundheitsvorsorge findet zwischen den Arztbesuchen statt", sagt Raskin, der mit gerade einmal 27 Jahren als einer der einflussreichsten Denker im Bereich Interface Design im Silicon Valley gilt. "Wir leben heute im Zeitalter ständig verfügbarer Internet-Zugänge, neuartiger Nutzerschnittstellen und Mobilgeräte in fast jeder Hosentasche." Massive Health sieht das alles als Substrat für Software, "die Verhalten ändern hilft".

Was genau seine Firma auf den Markt bringen will, verrät Raskin allerdings noch nicht. Die Massive-Health-App soll aber noch in diesem Jahr erscheinen. Zielgruppe seien diejenigen, die er derzeit für unterversorgt hält, so Raskin. Gesundheitsvorsorge soll so zu einer Konstante im Leben der Menschen werden, nicht etwas, das nur bei Arztbesuchen zum Thema wird.

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(bsc)