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Eichel will E-Commerce unter die Lupe nehmen (Update)

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Steuern eintreiben gehört unter anderem zu den vornehmlichen Pflichten eines Bundesfinanzministers. Und wenn die Wirtschaft des Landes lahmt und die Steuerquellen nicht mehr so kräftig sprudeln, muss man sich eben um Ersatz kümmern. Finanzminster Hans Eichels neueste Idee: Die Umsatzsteuer für den E-Commerce. Denn viele Internet-Unternehmen melden ihren Betrieb erst gar nicht an und schlagen dadurch dem Finanzamt ein Schnippchen – nicht mehr lange. In Kürze hält der Fiskus auch virtuell konsequent die Hand auf.

Dabei ist das Stopfen von Steuerschlupflöchern mitnichten eine Sommerloch-Idee der Berliner Beamten am Spreebogen. Eichels Finanzexperten haben diesen Coup von langer Hand vorbereitet. Bevor die große Freiheit der Internet-Firmen zu Ende geht, feilen Politiker an den letzten Details. Das Bundesministerium der Finanzen soll für die Beobachtung elektronisch angebotener Leistungen zuständig sein, bestätigte eine Ministeriumssprecherin heute gegenüber dpa. Die Beamten wollen dabei aktiv gegen Steuersünder vorgehen. "Die umsatzsteuerliche Kontrolle der im Internet angebotenen Leistungen machen auch Ermittlungen im Internet notwendig", heißt es dazu im Referenten-Entwurf. (ku)

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