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Eidgenössische Hacker wollen Schweizer CCC gründen

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Noch vor dem 29. Chaos Communication Congress (29C3) in Hamburg zwischen Weihnachten und Neujahr wollen Schweizer Hacker ein eidgenössisches Pendant zum Chaos Computer Club gründen, berichten Schweizer und Liechtensteiner Medien unter Berufung auf den CCC Zürich. Für den 15. Dezember ist demnach eine Gründungsversammlung auf dem Berner Bundesplatz einberufen worden. Dieser ist unmittelbar vor dem Bundeshaus gelegen, in dem Schweizer Regierung und Parlament ihren Sitz haben.

Die Schweizer Hacker waren bislang vor allem in lokalen Gruppen organisiert, so zum Beispiel dem Chaos Computer Club Zürich. Zudem gibt es auch Chaostreffs und Hackerspaces in anderen Städten der Eidgenossenschaft. Der Zürcher CCC war bislang Teil des deutschen Chaos Computer Clubs. Einen dem CCC vergleichbaren überregionalen Techniktüftlerclub gab es in der Schweiz bislang nicht, allerdings gibt es mit der Swiss Internet User Group, der Schweizer Piratenpartei und dem Verein Digitale Allmend einige Vereine und Vereinigungen, die sich digitalen Themen politisch widmen.

[Update 10.12.2012 16:10]:

Gegenüber heise online erklärt Hernani Marques, Vorstand des Zürcher CCC, warum ein schweizweiter CCC notwendig sei: "Es gibt den Wunsch nach einer klaren Ansprechperson für die Öffentlichkeit, wenn es um Themen im Bereich des CCC geht. Bisher hat diese Aufgabe der CCC Zürich vollbracht, was eigentlich nicht seine Aufgabe wäre, da dieser regional in Zürich verankert ist." Durch einen Schweizer CCC, hofft Marques, werde auch der Hacking-Begriff medial positiver wahrgenommen als dies bislang der Fall sei. Eines der Themen, die ein eidgenossenschaftsweiter CCC besser in Angriff nehmen könnte als die Zürcher Gruppe, sei das Vorgehen gegen die Vorratsdatenspeicherung, das in der Schweiz unter dem Label Digitale Gesellschaft koordiniert wird.

Doch nicht nur die externe Erwartungshaltung sei ein Grund für die Gründung. "Wir möchten alle CCC-Aktivisten in der Schweiz unter einem Label vereinigen und die Kommunikation unter den bestehenden Hackerspaces verbessern", betont Marques. Als eine der Schwierigkeiten, die der Schweizer CCC lösen soll, sieht er es, "den Röstigraben zu überwinden und auch die Personen mit an Bord zu holen, die als Muttersprache Französisch haben". Im Vorfeld der Gründung sei mehrfach mit deutschen CCC-Strukturen gesprochen worden, diese hätten die Idee sehr positiv aufgenommen. (jk)

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