Eigenbau-USB-Ladegerät sorgt für Sprengstoff-Alarm

Eine auffällige Kabelverbindung und ein Kraftstoffkanister im Auto haben am Montag in Berlin Sprengstoffalarm ausgelöst. Die Polizei untersuchte das Fahrzeug und identifizierte die Konstruktion als USB-Ladestation

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Eigenbau-USB-Ladegerät sorgt für Sprengstoff-Alarm

(Bild: Polizei Berlin‏, Twitter-Account @polizeiberlin)

Von
  • Jan Mahn

Mit einem Sprengstoffroboter, Kriminaltechnikern und insgesamt 40 Einsatzkräften hat die Polizei in Berlin einen verdächtigen Gegenstand in Berlin untersucht. Später dann die Entwarnung: Bei der Konstruktion aus Kabeln und Paketklebeband handelte es sich um eine Eigenbau-USB-Ladestation.

Gerufen wurden die Beamten ursprünglich wegen eines Autos, das zwischen der Dominicusstraße und der Eisenacher Straße in Schöneberg auf der Busspur parkte – mit als gestohlen gemeldeten Kennzeichen. Wegen einer auffälligen Konstruktion, die zusammen mit einem Kraftstoffkanister im Auto lag, alarmierten die Polizisten sofort Experten der Kriminaltechnik. Diese rückten mit einem fernsteuerbaren Sprengstoff-Roboter und Schutzanzügen an und öffneten das Fahrzeug. Ein Kita wurde vorsorglich evakuiert.

Nach einer Untersuchung des Gegenstands dann die Entwarnung: "Die Drähte gehören wohl zu einer selbstgebastelten USB-Ladestation im PKW", twitterte der Account der Polizei Berlin und veröffentlichte kurz darauf ein Foto der Konstruktion aus Kabeln und USB-Buchsen, die von mehreren Lagen Paketklebeband zusammengehalten wurden. Aufgrund der Lage im Auto konnte nicht ausgeschlossen werden, dass eine Verbindung zwischen Kanister und der Kabelkonstruktion bestanden habe.

Die Beamten nahmen einen Mann zur Befragung mit und beschlagnahmten das Fahrzeug wegen unklarer Eigentumsverhältnisse. In direkter Nähe des Fundortes begann am Montagmittag eine Gedenkveranstaltung zum 100. Geburtstag des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy, auf der auch Berlins Bürgermeister eine Ansprache hielt. (jam)