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Technology Review

Eigene Cloud für Privates auf Raspberry-Pi-Basis

Mit der Sherlybox von Sher.ly können Nutzer ihre Daten auf einem Miniserver speichern und müssen sich nicht auf externe Dienstleister verlassen.

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Nach dem NSA-Skandal trauen immer weniger Kunden den großen Datendiensten in den USA, egal ob sie Dropbox, OneDrive oder Box.net heißen. Doch wo soll man hin mit seinen digitalen Dokumenten, um überall problemlos auf sie Zugriff zu haben, egal ob nun im Büro, zuhause oder auf Reisen?

Sherlybox

(Bild: Sher.ly)

Das Start-up Sher.ly will mit der Sherlybox eine Antwort darauf anbieten, berichtet Technology Review. Das erfolgreich finanzierte Kickstarter-Projekt (über 150.000 US-Dollar) hat eine Hardware entwickelt, bei der es sich um einen kostengünstigen und kompakten Rechner mit einer Festplatten-Speicherkapazität von bis zu zwei Terabyte handelt, den man in seinem Heimnetz betreiben kann. Das System basiert auf dem offenen Kleinst-PC RaspberryPI (Compute Module C) und einer speziellen Software.

Mit dem sogenannten GatelessVPN, einem aufgemotzten virtuellen privaten Netzwerk, soll sich dann von unterwegs aus eine sichere Verbindung zur Sherlybox aufbauen lassen, um den eigenen Datenbestand nutzen und bearbeiten zu können, wie man das auch von Dropbox & Co. kennt. Sher.ly selbst hat laut eigenen Angaben keinen Zugriff auf die Dokumente – und, wenn die Technik wirklich so sicher ist, wie es der Hersteller verspricht, auch Schlapphüte nicht. Wichtig ist allerdings, dass der Nutzer über einen ausreichend schnellen Internet-Zugang zuhause verfügt, VDSL mit einer entsprechenden Upstream-Rate ist empfehlenswert, damit der Fernzugriff nicht zu unangenehm wird.

Preislich begann die Sherlybox im Rahmen des Kickstarter-Projekts bei 150 Dollar ohne Festplatten, für 200 Dollar gab es 1 TByte und für 300 Dollar 3 TByte. Bis zur Auslieferung müssen sich interessierte allerdings noch gedulden. Nur "Early-Bird"-Besteller bekommen das Gerät im November, alle anderen sind erst im nächsten Frühjahr dran. Wie hoch der Preis sein wird, wenn die Sherlybox in den Handel kommt, ist noch unklar.

[Update 20.08.14 20:13 Uhr:] Die über die Sher.ly-Website vertriebene Endversion der Sherlybox kommt nun auf Basis der Banana-Pi-Plattform. (bsc)