Eigenständige Grafikkarten: AMD Radeon bei über 30 Prozent Marktanteil

AMD hat seinen Marktanteil bei eigenständigen Grafikkarten nach der Kryptoflaute wieder deutlich ausgebaut und erreicht das Niveau von 2017.

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(Bild: Carsten Spille / c't)

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AMD hat mit seinen Radeon(-Pro)-Grafikkarten für Desktop-PCs, Workstations und Server im vierten Quartal 2019 vier Prozentpunkte Marktanteil von Nvidia zurückgewonnen. AMD lag Ende 2019 laut dem US-Marktforschungsunternehmen Jon Peddie Research (JPR) bei 31 Prozent – Nvidia entsprechend bei 69 Prozent.

Der Radeon-Hersteller schafft es somit wieder auf das Niveau von Ende 2017, als AMDs Marktanteil bei 33,7 Prozent lag. Ein Jahr später brach der Wert auf 18,8 Prozent ein, als AMD vom stark schrumpfenden Kryptowährungsmarkt stärker betroffen war als Nvidia. Insbesondere die Polaris-Grafikkarten der Serien Radeon RX 500 und RX 400 wurden von Minern gerne zum Schürfen von Kryptowährungen wie Ether (Ethereum-Blockchain) eingesetzt.

Gegenüber dem vierten Quartal 2018 wuchs der Absatz mit eigenständigen Grafikkarten im vierten Quartal 2019 laut Jon Peddie Research um 6,2 Prozent, während sich der Gesamt-PC-Markt mit einem Minus von 15,9 Prozent deutlich rückläufig verhält. Vor allem PC-Spieler sollen für einen hohen Absatz gesorgt haben. Im gesamten Jahr 2019 wurden Grafikkarten im Wert von 16,1 Milliarden US-Dollar gekauft – das entspricht 14,5 Milliarden Euro exklusive Mehrwertsteuer.

AMD hat 2019 die Grafikkarten der Serie Radeon RX 5000 alias Navi vorgestellt, die sich im Oberklassesegment erfolgreicher verkaufen sollen als die Vega-Modelle in den zwei Jahren zuvor. Modelle wie die Radeon RX 5700XT arbeiten ähnlich effizient wie Nvidias Turing-Grafikkarten, benötigen dafür allerdings auch eine Fertigungsgeneration Vorsprung (Strukturen mit 7 vs. 12 Nanometer). Bezieht man Notebooks mit ein, hat AMD einen Marktanteil von 27 Prozent inne.

(mma)