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Ein Fernglasblick auf "Beyond LTE": Spitzenraten von 30 GBit/s

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Das hat fast schon Tradition: Während eine unlängst spezifizierte Mobilfunktechnik langsam in Chips, Netzwerkbausteinen und Teilnehmergeräten Gestalt annimmt, grübelt die Forscher-Community üblicherweise längst schon an den nächsten, noch besseren und schnelleren Mobilfunkgenerationen. So auch Huawei: Das in Shenzen ansässige Unternehmen gewährt nun erstmals einen schemenhaften Blick in seine Forschung für eine Mobilfunktechnik, die auf Advanced LTE folgen soll. Und LTE Advanced ist als Turbo-Aufsatz für die gerade im Aufbau befindlichen LTE-Netze in Planung.

Huawei nennt stichpunktartig eine Handvoll verbesserter Verfahren, die zusammen die Spitzenraten im Mobilfunk auf 30 GBit/s heben sollen – das ist mehr als das 20-Fache gegenüber den derzeit schnellsten kommerziellen LTE-Netzen. Das Unternehmen fasst die Weiterentwicklungen unter dem Begriff Beyond LTE zusammen. David Wang, Präsident von Huaweis Wireless Network Business Unit, verspricht nicht weniger als "revolutionäre Fortschritte in der Netzwerkentwicklung": höhere Spektrumeffizienz und noch weitergefasste Bündelung von Funkbändern und noch schnellere Zugriffszeiten.

Die Verbesserungen gelingen Huawei eigenen Angaben zufolge mit einem nicht näher bezeichneten Durchbruch bei der Antennenstruktur, daneben mit optimierter RF-Architektur und besser ausgeschöpften Mehrantennentechniken (multi-user MIMO, multiple input multiple output). Insgesamt verzeichnet Huawei so eine deutliche Verbesserung der Spektrumnutzung. Zusätzlich soll eine Direct-Radio-Frequency-Technik sowohl die Kosten als auch die Energieaufnahme senken und überhaupt erst ultrabreitbandige Trägerbündelung ermöglichen. Nach der Forschung wartet wie immer die Kärnerarbeit der Spezifikation auf die Mobilfunkvordenker; wann und in welcher Form die verbesserten Verfahren den Weg aus den Labors in die Öffentlichkeit antreten, ist noch offen. (dz)

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