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Telepolis

Ein Jahr Freiheitsredner

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Ein Jahr nach dem Start des Angebotes, bundesweit Freiheitsredner für Vorträge über den Wert der Privatsphäre zu vermitteln, zieht der Rednerdienst ein positives Fazit. Im ersten Jahr wurden Freiheitsredner von Schulen, Universitäten und von Demonstrationsveranstaltern gebucht und hielten über 70 Vorträge. Dem Netzwerk der Freiheitsredner gehören derzeit 81 ehrenamtliche Redner und Rednerinnen in ganz Deutschland an.

Negativ gewendet könnte man sagen, dass Vorträge über die Bedeutung überwachungsfreier Räume und den Schutz der Privatsphäre anscheinend immer noch notwendig sind, weil die von verschiedenen Politikern ausgerufene "Bedrohung" des Staates mit immer neuen Maßnahmen bekämpft wird. Das jüngste Beispiel wäre das neue bayerische Demonstrationsrecht, das "Übersichtsaufnahmen" von Demonstrationen gestattet und alle Versammlungen verbieten will, die eine "einschüchternde Wirkung" haben können.

Doch das ficht die Freiheitsredner nicht an, wie es die Presseerklärung zum ersten Geburtstag der Organisation unterstreicht: "Die Freiheitsredner setzen ein positives Zeichen für Bürgerrechte; dabei mitzuhelfen, macht mich sehr stolz," wird der Freiheitsredner Benjamin Erhart zitiert, der im Haupberuf als Softwareentwickler arbeitet. (Detlef Borchers) / (anw)

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