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Ein PC, viele Linuxe

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Ansätze, um mehrere Linuxe auf einem PC auszuführen, gibt es mehrere. So kann ein Emulator einen vollständigen PC in Software nachbilden, wie es etwa VMWare oder das kostenlose Bochs tun. Bei User Mode Linux läuft eine komplette Linux-Umgebung samt Kernel als Anwenderprozess unter dem Host-Linux. Einen etwas anderen Ansatz verfolgen die Entwickler des kostenlosen Virtual Machine Monitors Xen, von dem die Systems Research Group der University of Cambridge eine neue Version vorgestellt hat.

Beim Rechnerstart wird von Xen ein spezieller XenLinux-Kernel vom Bootloader Grub ausgeführt, der das Host-Linux lädt. Anschließend lassen sich via Xen weitere unabhängige Linuxe, Domains genannt, starten und verwalten. Nachteilig ist jedoch, dass ein Betriebssystem auf Xen vorbereitet werden muss. Bisher gibt es Versionen für die Linux-Kernel 2.4 und 2.6 sowie das Betriebssystem NetBSD. Eine Portierung für FreeBSD ist in Arbeit. Da die Xen-Entwickler keinen Zugriff auf die Windows-Quellen haben, planen sie derzeit keine Windows-Variante.

Größter Vorteil des Xen-Ansatzes ist laut Dokumentation die hohe Performance, die, je nach Anwendungsfall, fast das Niveau eines nativ laufenden Systems erreicht. Als besonderes Schmankerl lässt sich ein via Xen laufendes Linux-System von einem Rechner auf einen anderen übertragen, ohne dass man das Betriebssystem dafür herunterfahren müsste. (adb)

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