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Ein erster Blick auf den Elektro-Bulli Buzz von VW

Nach dem I.D. Kleinwagen ist der Buzz I.D. die zweite Elektroauto-Studie von Volkswagen. Auf Wunsch fährt er vollautonom. Die Markteinführung peilt VW für 2022 an.

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Ein erster Blick auf den Elektro-Bulli Buzz von WV

Vergangenes Jahr zeigte VW auf der CES mit der Konzeptstudie Budd-E einen kleinen Elektro-Van, der die neue Ausrichtung von VW verdeutlichen sollte: Elektroantrieb, Konnektivität und automatisches Fahren. Auf der diesjährigen CES gab es den ersten Spross der I.D.-Familie zu sehen: Der unlängst vorgestellte Kleinwagen I.D., der 2020 auf den Markt kommen soll.

Nur wenige Tage später präsentiert VW auf der North American International Auto Show (NAIAS) jetzt in Detroit die Studie I.D. Buzz – optisch eine Hommage an den ersten VW Bulli. Die digitalen Zutaten ähneln denen des I.D. Kleinwagen: Wer sich eine Volkswagen-ID erstellt hat, kann sein Smartphone als Schlüssel nutzen und findet den Bulli mit passender Radio-, Beleuchtungs- und Sitzeinstellung vor. Statt unzähliger Schalter und Bedienelemente gibt es im Lenkrad ein Touchpad, das die Automatik, die Blinker und andere Funktionen sowie das das Head-up-Displays bedient. Das Infotainment-System und die Klimaanlage lassen sich über ein herausnehmbares Tablet in der Mittelkonsole steuern.

I.D. Buzz (13 Bilder)

Die äußeren Abmessungen des Buzz entsprechen denen des aktuellen T6.

Der Buzz soll ebenfalls vollautom fahren. Dafür rüstet VW ihn mit LiDAR-, Ultraschall- und Radarsensoren sowie einer Front- und mehreren Seitenkameras aus. Über Clouddienste sollen zudem Verkehrsdaten erfasst und mit den Fahrzeugdaten verglichen werden

Die Sitze lassen sich variable anordnen und drehen.

(Bild: VW)

Mit einer Länge von 4,94 m, 1,98 m in der Breite und 1,96 m in der Höhe hat der Buzz etwa die Abmessungen des aktuellen T6. Wie beim kompakten I.D. befindet sich die Batterie im Fahrzeugboden, was für einen langen Randstand von 3,3 m sorgt und im Innenraum Platz für bis zu acht Sitze ermöglicht. Der gezeigte Buzz verfügt jeweils über einen E-Motor mit 150 kW Leistung an der Vorder- und Hinterachse; kombiniert wird eine Leistung von 275 kW (374 PS) erreicht. Der Sprint auf 100 km/h wird ihm laut Hersteller in rund fünf Sekunden gelingen. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160 km/h begrenzt.

Der Akku steckt im Fahrzeugboden, die beiden Elektromotoren hat VW an den Achsen platziert.

(Bild: VW)

Der 111-kWh-Akku soll über einen CCS-Stecker (Combined Charging System) mit 150 kW geladen werden. Laut VW wird so innerhalb von 30 Minuten ein Ladestand von 80 Prozent erreicht – was pro Minute für 15 Kilometer Reichweite sorgt. Alternativ soll sich der Buzz mit 11 kW drahtlos laden lassen. Bei vollem Akku verspricht VW eine Reichweite von 600 Kilometern.

Ein Problem dabei: Derzeit muss man schon nach einer 50-kW-Ladesäule etwas länger suchen. Doch der Buzz wird voraussichtlich 2022 auf den Markt kommen. Bis dahin dürfte die Ladeinfrastuktur sicherlich etwas gewachsen sein.

Hinweis: Volkswagen hat die Reisekosten des Autors zur NAIAS übernommen. (spo)

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