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Ein guter Tag, den Admin zu loben

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Muss man auch können: Entspannter Umgang mit dem geordneten Chaos.

(Bild: Zach Schroeder, StockXchng)

"Born to be root" dröhnt aus den Boxen, die Mateflaschen sind gekühlt und Eis ist auch da: An diesem letzten Freitag im Juli wird der 13. System Administrator Appreciation Day gefeiert. Der Dank an die Techniker, die in diesem Jahr kleine Wunder wie den IPv6 Launch Day problemlos durchgezogen haben, ist fällig. Im aktuellen Trend von "Bring Your Own Device" (BYOD) und besonders ausgefallenen Devices wie dem Internet-Kühlschrank kann man heute dem Admin eine kleine Freude machen.

Jeder Admin kennt den Comic Devotion to Duty, in dem ein unkaputtbarer Systemadministrator in eine von Terroristen besetzte Firma eindringt und den Server wieder ans Netz hängt, ohne Rücksicht auf Verluste, im Namen der Uptime. Eigentlich arbeitet jeder Admin so, tagein, tagaus von Terroristen umgeben, die sich User nennen. Von ihnen bekommt er viel zu wenig Anerkennung, da sie sich unter der Administration von Netzen, von Virtualisierungen, von Apps in der Cloud und Webserver-Betrieb nichts vorstellen können in einer IT-Branche, die heute nur noch über "Lösungen" redet. So liegt es im Trend der Zeit, wenn bei Microsoft der Admin-Grad in Microsoft Certified Solutions Master umbenannt wurde, der Lösungsmeister zu ehrenwerten bekannten Berufen wie Bademeister und Bäckermeister aufrückt.

Zum SysAdminDay haben die bei Administratoren beliebten Puppet Labs einen Wettbewerb für Administratoren gestartet, bei dem animierte GIFs mit Administrator-relevantem Inhalt und entsprechendem Kommentar eingereicht werden können. Zu gewinnen sind Geschenkgutscheine bei ThinkGeek. Im deutschen Sprachraum gibt es unter Love Your Admin eine etwas dröge Umfrage zum "Arbeitsalltag eines Admins" und Workshop-Gutscheine über die richtige IT-Dokumentation als Gewinn.

In früheren Jahren hat auch Microsoft Admins gefeiert. Im Umfeld des Admin Appreciation Day hat die Firma ein Tool veröffentlicht, das den Gender-Dschungel beenden soll. In der Tat ist die Frage schwierig zu beantworten, ob es Admina oder Administratorin heißen muss. Während Admina beim Duden als Szenesprache eingeordnet wird, scheint sich der aus Deutschland stammende Ausdruck in Österreich zumindest bis 2008 etabliert zu haben, doch wird auch dort ganz zünftig eine Administratorin gesucht.

Und natürlich ist hier dann auch die passende Gelegenheit, den Netzadmins und der Webentwicklung von heise zu danken. Dass sie die Systeme so zuverlässig am laufen halten. Dass sie es mit den ewig quengeligen Redaktionen aushalten: In diesem Sinne sind wir auch nur User.

(jk)

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