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Eine Flut neuer Stable-Kernel und ein Ausblick auf Linux 2.6.35

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Greg Kroah-Hartman hat fünf neue Linux-Stable-Kernel veröffentlicht, die wie üblich kleinere Fehler ihrer jeweiligen Vorgänger beseitigen und Verbesserungen enthalten, bei denen es eher unwahrscheinlich ist, dass sie neue Fehler auslösen. Wie so oft bei neuen Kernel-Versionen der Stable-Series bleibt unklar, ob die neuen Versionen auch Änderungen enthalten, die Sicherheitslücken stopfen. Die Zahl der Änderungen und einige der Beschreibungen deuten aber darauf hin, dass alle neuen Versionen auch Sicherheitskorrekturen enthalten; wie üblich rät Kroah-Hartman in vielen der Freigabe-Mail mit Worten wie "All users of the 2.6.27 kernel series are very strongly encouraged to upgrade" sehr nachdrücklich zum Wechsel auf eine der neuen Versionen.

Linux 2.6.27.48 unterscheidet sich durch 25 Patches vom Vorgänger; deutlich größer sind die Neuerungen bei 2.6.32.16, 2.6.33.6 und 2.6.34.1, denn diese Versionen bringen 150, 165 beziehungsweise 201 Änderungen. Lediglich fünf Patches wurden in Linux 2.6.31.14 integriert, dessen Freigabe-Mail klarstellt, dass darunter auch Sicherheitskorrekturen sind. Diese Version werde aber die letzte der 31er-Serie sein, daher sollen Anwender auf einen 32er-Kernel wechseln – diese Versionsreihe soll mehrere Jahre gepflegt werden. Die Pflege der 33er-Serie soll bald eingestellt werden, denn nach 2.6.33.6 werde es lediglich einen weiteren Stable-Kernel auf Basis von 2.6.33 geben. Auch die neuen 32er- und 34er-Kernel dürften vermutlich schon bald durch noch neuere Versionen abgelöst werden, denn Greg Kroah-Hartman hat angekündigt, dass ihm bereits zahlreiche weitere Patches zur Einarbeitung vorliegen.

Nach einer zweiwöchigen Pause durch einen Urlaub von Linus Torvalds geht seit Ende Juni auch die Entwicklung im Hauptentwicklungszweig von Linux wieder weiter; am Sonntag erschien zudem die vierte Vorabversion des Linux-Kernels 2.6.35. Das Kernel-Log von heise open nimmt das zum Anlass, im ersten Teil der Mini-Serie "Was 2.6.35 bringt" die für Grafik-Hardware relevanten Neuerungen der im August erwarten Kernel-Version zu erläutern – etwa die erheblich ausgebaute Unterstützung für die Stromsparfunktionen von Radeon-Grafikchips oder die neuen H264-Decodierfunktionen für den Grafikkern in Intels Ironlake-Prozessoren:

(thl)

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