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Eine Mehrheit möchte nicht in der IT-Branche arbeiten

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Menschen in IT-Berufen haben in Deutschland ein geringeres Ansehen als zum Beispiel Lehrer, Ärzte oder Anwälte. Ihre Aussichten auf dem Arbeitsmarkt werden aber als besser bewertet. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch das Meinungsforschungsinstitut TMS Emnid.

Für einen typischen "Männer-Beruf" halten den Informatiker dabei 83 Prozent der Befragten. 80 Prozent gehen davon aus, dass er Spaß an der Arbeit hat, 77 Prozent glauben, dass er selbstständig arbeiten kann und 70 Prozent, dass er gute Aufstiegschancen hat. Das ergab die Erhebung, die im Auftrag des IT-Dienstleisters Computacenter durchgeführt wurde.

Eine deutliche Mehrheit von 69 Prozent möchte aber dennoch nicht im IT-Bereich arbeiten. Männer (23 Prozent) können sich deutlich häufiger vorstellen als Frauen (7 Prozent), dass ein IT-Job für sie das Richtige wäre. Als Hauptgrund für Interesse an einer Stelle in der IT-Branche wurden Interesse an Computern und Spaß an der Arbeit genannt (42 Prozent). Von denjenigen, die einem IT-Beruf nichts abgewinnen können, nannten 48 Prozent fehlendes Interesse an Computern und Technik als Grund dafür. 25 Prozent gaben fehlende Kenntnisse und Begabung an.

Tatsächlich nutzen junge Erwachsene mit Interesse an einem IT- Beruf den Computer auch deutlich häufiger als die übrige Bevölkerung. Das betrifft den Angaben zufolge sowohl zum Beispiel Office-Programme als auch das Mailen und Chatten. Insgesamt hatten 86 Prozent aller Befragten Erfahrungen mit klassischen Computeranwendungen wie Textverarbeitung und 77 Prozent mit Internetrecherche. Immerhin 68 Prozent gaben an, das Internet sei ein wichtiges Instrument zur Pflege von Kontakten in Beruf, Schule oder Ausbildung.

Basis der Studie "Generation Digital" ist eine repräsentative Befragung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren zu deren Einstellung gegenüber IT-Berufen. (dpa) / (jk)