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Eine fragmentierte Android-Landschaft

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Googles Mobil-Betriebssystem steht zwar schon seit einigen Monaten in der Version 2.1 zur Verfügung, die meisten Geräte laufen jedoch noch unter älteren Versionen. Nach einer Untersuchung des Android-Entwicklers Raphaël Moll griffen in den vergangenen 14 Tagen lediglich 27 Prozent aller Android-Smartphones mit der Version 2.1 auf den Anwendungs-Shop Market zu, die veralteten Versionen 1.5 und 1.6 waren mit 38 respektive 32 Prozent deutlich in der Mehrheit. Auch die Version 2.0.1 steht mit knapp 3 Prozent in der Statistik. Noch geringer ist der Anteil der Android-Smartphones mit den Versionen 1.1 und 2.0 – für verbreitete Geräte mit diesen Versionen stehen Updates zur Verfügung.

Die Statistik wiederum, die vor drei Monaten erstellt wurde, führte Geräte mit Version 2.1 noch gar nicht auf, Version 1.6 führte die Rangfolge damals mit mehr als 50 Prozent an. Interessant sind diese Zahlen vor allem für Entwickler, die ihre Programme unter verschiedenen Versionen testen müssen. Doch sie zeigen auch auf, dass die Hersteller der Android-Smartphones nur wenig Interesse haben, die bei den Kunden vorhandenen Geräte mit neuen Versionen zu versorgen.

Teilweise machen die Hersteller ihre eigenen Erweiterungen des Android-Betriebssystems dafür verantwortlich, dass Updates nicht sofort mit Erscheinen einer neuen Android-Version zur Verfügung stehen, etwa im Fall von HTC-Geräten mit Sense-Oberfläche wie dem Hero. Das erste Android-Smartphone, T-Mobiles G1, soll aus technischen Gründen nicht mit Versionen über 1.6 versorgt werden – der interne Speicher des Gerätes reiche schlicht nicht aus. Andere Hersteller nennen keinen Grund, warum sie ältere Geräte vernachlässigen. So stellt Samsung wohl kein Update für sein noch unter Android 1.5 laufendes Galaxy i7500 zur Verfügung. Acer bringt mit dem Liquid e ein zum Liquid praktisch baugleiches Gerät mit Android 2.1 auf den Markt, will aber immerhin nach dem Erscheinen des neuen Gerätes ein Update für das alte bereit stellen.

Siehe dazu:

(ll)