Eine neue Runtime-Umgebung für Android

Dank ART (Android Runtime) sollen Apps schneller starten und flüssiger laufen. Offenbar soll die neue Laufzeitumgebung, derzeit nur als experimentelle Entwickleroption verfügbar, in der nächsten Android-Version zum Standard werden.

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Von
  • Oliver Diedrich

Google plant offenbar, in der nächsten Android-Version die Standard-Laufzeitumgebung für Apps von Dalvik auf ART umzustellen. ART (kurz für Android Runtime) soll für eine bessere Performance sorgen, indem der Java-Bytecode der Android-Apps bereits bei der Installation der Apps in prozessorspezifische Instruktionen übersetzt wird (ahead-of-time compilation, AOT). Die bislang eingesetzte virtuelle Maschine Dalvik übersetzt den Javacode erst zur Laufzeit der App (just-in-time compilation, JIT), was mit mehr Overhead verbunden ist.

In der Theorie sollten Apps mit ART mehr Speicherplatz benötigen, da neben der APK-Datei auch das Kompilat gespeichert werden muss, und ihre Installation durch den Übersetzungsprozess etwas länger dauern. Im Gegenzug müssten die Apps schneller starten und möglicherweise etwas schneller laufen. Drastische Unterschiede sind jedoch nicht zu erwarten.

ART ist bereits als experimentelle Version in der aktuellen Android-Version 4.4 (Kitkat) enthalten, muss dort jedoch explizit in den Entwickleroptionen aktiviert werden. Jetzt haben zwei Patches in den Quelltexten der Android Open Source Platform (AOSP) die Dalvik-VM entfernt und die ART-Umgebung als Standard gesetzt. (odi)