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Einfaches mobiles Langzeit-EKG zur Schlaganfall-Vorbeugung

Die Messung der Herzaktivität über längere Zeiträume kann Hinweise auf einen drohenden Schlaganfall liefern. Ein dänisches Start-up hat ein mobiles Gerät dafür entwickelt, das zusammen mit der Pharmabranche vermarktet wird.

Start-up Cortium will Vermarktung von mobilem Langzeit-EKG mit Pfizer Deutschland beginnen

Das dänische Start-up Cortrium will in diesem Frühjahr mit der Vermarktung eines auf die Brust zu klebenden Sensors für die Erstellung und Speicherung von Langzeit-EKGs beginnen. Anhand der Ergebnisse lässt sich beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle feststellen und entsprechend behandeln. Anders als andere Anbieter von ähnlicher Technik übernimmt Cortrium den Vertrieb aber nicht selbst, sondern lässt sich dabei von dem Pharmaunternehmen Pfizer Deutschland unterstützen. Das berichtet Technology Review online in „Sensor gegen Schlaganfall“.

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Um eine Messung zu beginnen, wird der schlichte runde Sensor namens C3 Holter Monitor mit drei Klebe-Pads auf der Brust eines Patienten befestigt. Anschließend genügt ein Knopfdruck, und das Gerät beginnt mit der Aufzeichnung eines Langzeit-Elektrokardiogramms (EKG) über die Herzaktivität; die Batterie soll für mindestens 48 Stunden reichen. Die gesammelten Daten werden auf einer eingebauten SD-Karte gespeichert und können per Bluetooth an andere Geräte übertragen werden.

Ebenfalls vorgesehen sind Messungen von Atemfrequenz sowie Körpertemperatur und -bewegungen, zunächst wurde die Zulassung als Medizinprodukt laut Cortrium aber nur für EKGs beantragt. Derzeit läuft eine klinische Studie, die bis Ende April belegen soll, dass C3 wie vorgesehen funktioniert und die Daten zuverlässig sind. Nach der für dieses Frühjahr erwarteten Zulassung sollen 20 Mitarbeiter des Pfizer-Außendienstes Mediziner auf das Angebot von Cortrium ansprechen und sie zum Kauf für ihre Patienten bewegen.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)
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